Kino

Crescendo #makemusicnotwar

Der Israeli Dror Zahavi lebt seit 1991 in Berlin und hat uns neben „Tatorten“ auch TV-Events wie „Die Luftbrücke“ beschert. Nun hat er eine Geschichte verfilmt, die eng mit seiner Heimat verknüpft ist.

Crescendo #makemusicnotwar
Foto: oliver oppitz photography

Sonderlich begeistert ist Stardirigent Eduard Sporck (Peter Simonischek) nicht, als ihm die Kulturmanagerin Klara de Fries (Bibiana Beglau) vorschlägt, ein Orchester zu leiten, das nur aus jungen Palästinensern und Israelis bestehen soll. Sporck, Sohn von üblen Nazi-Ärzten, willigt dennoch ein und sieht sich bei der Vorauswahl in Tel Aviv mit jungen Musiker*innen beiden Seiten des Zaunes konfrontiert, unter ihnen der schüchterne Klarinettist Omar (Mehdi Meskar) und die toughe Violinistin Layla (Sabrina Amali), beide aus dem Westjordanland, aber auch der selbstbewusste Geiger Ron (Daniel Donskoy) aus Israel.

Dror Rahavi und sein Koautor Johannes Rotter sind schlau genug, das langsame Zusammenwachsen der jungen Leute aus beiden Lagern in einer Südtiroler Idylle nicht als Hollywood-taugliches Heititei zu erzählen. Selbst einige aus dieser Generation stehen sich unversöhnlich gegenüber. Mit Empathie und guten jungen Schauspielern entwirft Zahavi ein packendes Konfliktszenario, zudem zeigt der Plot unerwartete Wendungen. Als Produzentin fungiert Alice Brauner, Tochter der im Juli 2019 verstorbenen Produzentenlegende Artur Brauner.

D/I/A 2019, 102 Min., R: Dror Zahavi, D: Peter Simonischek, Daniel Donskoy, Sabrina Amali, Mehdi Meskar, Start: 16.1.

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