CTM-Festival

Klingende Kunst: Interstitial Spaces

Zum CTM-Festival zeigen die Veranstalter im Kunstraum Kreuzberg die
Ausstellung “ Insterstitial Spaces “ über Zwischenräume

Man kann die iPhone-Assistentin Siri fragen, wie das Wetter heute wird. Man kann die Amazon-Assistentin Alexa fragen, wie das Wetter heute wird. Aber was passiert eigentlich, wenn Alexa und Siri miteinander ins Plaudern geraten? Reden die dann auch noch übers Wetter? Oder über Regelblutung? Oder über Revolution gegen die organisch-analoge Menschheit? Klangkünstler Wesley Goatley hat in seiner Arbeit „Chthonic Rites“ die beiden kommunikationsstärksten Digitaldamen der Gegenwart aufeinander losgelassen. Dabei wurde es überraschend philosophisch. Goatley unterrichtet auch im Masterstudiengang „Interaction Design Communication“ an der University of the Arts London und beschäftigt sich kritisch mit der Sprache, auch den Metaphern, die wir gemeinhin verwenden, wenn wir über künstliche Intelligenz reden.

©Jesus CanutoIglesias / Sophia Bulgakova
Beitrag von Sophia Bulgakova in der Ausstellung des CTM-Festivals
©Jesus CanutoIglesias / Sophia Bulgakova

Goatley nimmt ab 25. Januar an der Ausstellung „Interstitial Spaces “ des CTM- Festivals, das zeitgleich mit der Transmediale stattfindet, im Kunstraum Kreuzberg teil. Der ­Titel der Schau mit Klangraumarbeiten (im weiten Sinne) von einem Dutzend Künstler*innen bezieht sich auf Zwischenräume – ein dankbares Thema für Sounds. Denn auch in der Musik sind Intervalle (Zwischenräume zwischen Tönen, und nicht diese für sich genommen) ja allentscheidend über die Klangcharakteristik, Dur und moll etwa.

Bis 15.3.: Kunstraum Kreuzberg / Bethanien, Mariannenplatz 2, Kreuzberg, So–Mi 10–20, Do–Sa 10–22 Uhr, (bis 2.2. tgl. 10–22 Uhr), Eintritt frei