Biopic

Dalida

Das Drama erzählt von Höhen und Tiefen der französischen Sängerin

ZITTY-Bewertung: 5/6

Eine Traumkarriere verbunden mit Lie­besaffären und Schicksalsschlägen – das Leben und der tragische Freitod von Iolanda Gigliotti (1933­1987), einst welt­ berühmt als Dalida, sind der ideale Stoff für ein Kinodrama.

Auf der Bühne soverän: Dalida (Sveva Alviti)
Foto: Luc Roux

Als Tochter kalabrischer Eltern in Kairo aufgewachsen, avanciert Dalida in den 1950er-­Jahren zum gefeierten Popstar; eine begnadete Sängerin, die zunächst mit Chansons und später mit Diskomusik 170 Millionen Platten absetzen kann. Dieses visuell glamourös und relativ konventio­nell in Szene gesetzte Biopic beleuchtet mittels Rückblenden Lebensstationen der hochsensiblen Künstlerin, passend zum Geschehen erklingen Lieder von ihr. Im Fokus stehen Gesangsdarbietungen und ihr unglückliches Liebesleben, drei ihrer auffallend schönen Männer begingen Selbstmord. Dalida erscheint als depres­ sive, an innerer Leere leidende Frau, die auf der Bühne begeistert, ihr Privatleben aber nicht in den Griff bekommt.

Das italienische Fotomodell Sveva Alviti musste für den Film Französisch lernen und dominiert mit ihrer charismatischen Ausstrahlung jede Szene. Sie bringt die Gefühle einer innerlich zerrissenen Frau, die einerseits ihren Erfolg genießt, sich andererseits nach einem häuslichen Leben als Mutter sehnt, bewundernswert zum Ausdruck. Wenn sie ihre Ballade „Je suis malade“ schmettert, bleibt kein Auge trocken.

F 2016, 127 Min., R: Lisa Azuelos, D: Sveva Alviti, Riccardo Scamarcio, Jean-Paul Rouve

https://www.zitty.de/event/biografie/dalida/

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