Kino

Das Leben ist ein Fest

Was hat der Freund der deutschen Sprache die Nase gerümpft, als 2011 ein Film mit dem verqueren Titel „Ziemlich beste Freunde“ ins Kino kam. Doch Eric Tole­dano & Olivier Nakache gelang in der Komö­die (und im Nachfolgefilm ­„Heute bin ich Samba“ (2014) das Kunststück, Unterhaltung mit einem sozialem Hintergedanken zu verquicken. Davon ist – bis auf ein paar Spitzen in Richtung Klassengesellschaft – hier wenig übrig.

Foto: Universum

Max (Jean-Pierre Bacri) ist ein routinierter Hochzeiten-Veranstalter. Doch rund um ein Schloss außerhalb von Paris hat sich alles und jeder gegen ihn ­verschworen. Nicht nur, dass sich der Bräutigam als ebenso selbstverliebter Schnösel entpuppt wie James (Gilles Lellouche), der Sänger der Ersatzband. Mit ihm gerät Sams rigo­rose Assistentin Adèle (Eye Haidara) in Dauerclinch. Doch das ist nur der Anfang eines bunten Geschichten- und Personen-Potpourris der eher flacheren Art – vom verfressenen Hochzeitsfotografen bis hin zu Sams trotteligem Schwager, der sich in die Braut verknallt.

Die Filmemacher setzen diesmal auf ein sehr französisches Komödiendurcheinander, bei dem man fast darauf wartet, dass Louis de Funès um die Ecke biegt. Doch ihr Handwerk beherrschen die beiden: Sie lassen die vielen Figuren und Geschichten ineinanderfließen und in ein schönes ­Finale münden.

„Le Sens de la Fête“, F 2017, 116 Min., R: Eric Toledano & Olivier Nakache, D: Jean-Pierre Bacri, Eye Haidara, Gilles Lellouche

Das Leben ist ein Fest