FAMILiENTHEATER

Der Nussknacker

Die Parkaue inszeniert ein klassisches Weihnachtsmärchen – das gelingt ihr eher so lala

Tanzende Puppen: Florian Pabst, Hanni Lorenz, Sophia Hankings-Evans, Schäfer (v.l.n.r.) – Foto: Christian Brachwitz

Der „Nussknacker“ frei nach E.T.A. Hoffmann und Alexandre Dumas gehört zu jenen Geschichten, die davon erzählen, dass hinter einem grimmigen Äußeren ein guter Mensch stecken kann. Bei Volker Metzler beginnt das Weihnachtsmärchen an der Parkaue als liebreizender Scherenschnitt. Doch dann nölen sich die Kids Marie und Fritz an der Rampe an, weil Fritz dem Nussknacker einen Arm abbricht. Im Traumland verschwinden sie unter schwarzweißen Kostümen und Pappköpfen, als wären sie einem eigenwilligen Bilderbuch entsprungen. Später taucht der Mäusekönig (mit fies verzerrter Stimme) in Maries Schlafzimmer auf, wo alles sonderbar vergrößert ist, Bett, Kissen, Puppen.

Metzler will einerseits süße Weihnachtsstimmung heraufbeschwören und gießt dazu über alles Tschaikowskys berühmte Ballettmusik als Stimmungsgarant. Andererseits sind Marie und Fritz Kinder von ­Heute, raunzen „Zisch ab!“, wollen Baumpate werden, tanzen auf dem Traumland-Geburtstagsfest zu Rap. Dazu dehnen Umbaupausen und ein „Ave Maria“ die ­Sache auf 70 Minuten.

Am meisten sind die Kids ab 5 bei den Fechtszenen zwischen Nussknacker und Mäusekönig bei der Sache. Dass es die inneren Werte sind, die zählen, geht dabei allerdings beinahe unter. GEORG KASCH

6., 15.-20., 22., 23., 25., 26.12., Theater an der Parkaue, Lichtenberg. Ab 5 Jahren. Regie: Volker Metzler; mit Filip Grujic, Sophia Hankings-Evans, Hanni Lorenz, Florian Pabst, Johannes Schäfer, Friedrich Richter. Eintritt 13, erm. 7–9 €