Berlin

Deso Dogg – Vom Rapper zum radikalen Islamisten

Der Berliner Denis Cuspert war einst Rap-Musiker, wurde dann ein radikaler Islamist. Inzwischen kämpft er in Syrien und droht mit Terroranschlägen. Die Geschichte einer Wandlung

Denis Cuspert, 1975 in Berlin geboren, erst Gangster-Rapper Deso Dogg, heute nennt er sich „Abu Talha al-Almani“, es ist sein Kampfname
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Ein Video aus Syrien. Vor der Kamera sitzt ein dunkelhäutiger Mann mit Lesebrille, er trägt ein gestreiftes Hemd, eine Strickjacke und eine Häkel­mütze. Hinter ihm lehnt eine Kalaschnikow. Der Mann spricht Deutsch. „Meine lieben Geschwister im Islam“, sagt er. „Wandert aus! Es ist besser für euch, als dort zu leben unter den Ungläubigen!“ Dann macht er klar, was er für seine Aufgabe hält: „Wir sind im Dschihad, Allah sei Dank!“. Der Mann, der aus dem syrischen Bürgerkrieg heraus den „Heiligen Krieg“ gegen die Ungläubigen predigt, ist kein Syrer. Er stammt nicht aus Aleppo oder Damaskus. Sondern aus Kreuzberg. Seine ­Lebensgeschichte ist die Geschichte einer Wandlung. Aus dem Getto der deutschen Hauptstadt in den Krieg – bis auf Fahndungsplakate deutscher Sicherheitsbehörden. Vom ehemaligen Straßenkriminellen hin zum islamistischen Fanatiker.

Kreuzberg, Mariannenstraße 38. Ein unscheinbarer, beigefarbener Wohnblock. Hier hat Denis Mamadou Gerhard Cuspert zuletzt gewohnt. Erinnern will sich im Kiez keiner so recht. „Ich weiß nur, dass der hier gewohnt hat“, sagt ein Nachbar. „War ja auch öfter die Polizei da.“ Es sei doch gut, dass der Kerl weg sei, bemerkt eine Anwohnerin. Denis Cuspert wird 1975 als Sohn einer Deutschen und eines Ghanaers in Kreuzberg geboren. Seinen Vater lernt er nie kennen, die Eltern trennen sich noch vor seiner Geburt. Später heiratet die Mutter einen US-Soldaten. Die Familie lebt in Moabit, Charlottenburg und Schöneberg. Schon als Jugendlicher wird Denis Cuspert kriminell. „Mit acht Jahren fing es an. Da habe ich in einem Laden ein rotes Spielzeugauto geklaut“, erzählte er vor einigen Jahren. „Mit 15 Jahren raubte ich die ersten Touris aus.“ Seine Bande dealt mit Drogen. Marihuana, Kokain. Ihre Vorbilder: die Straßengangs in Amerika, so wie sie Anfang der 90er-Jahre in Filmen wie „Menace II Society“ stilisiert werden. Irgendwann eskaliert ein Streit unter den kriminellen Freunden, Cuspert zieht eine Gaspistole und drückt ab. Er trifft einen Jungen ins Gesicht. Ein Richter verurteilt ihn ­daraufhin wegen schwerer Körperverletzung zu drei Jahren. Im Gefängnis, so sagt Denis Cuspert später, sei ihm bewusst geworden, dass er sein Leben ­ändern müsse. Er beschließt, ein Gangster-Rapper zu werden. Wie die bösen Jungs aus den amerikanischen Gettos. ­Aggressive Texte über Gewalt, Drogen, Waffen, Frauen, dazu martialisches Auftreten, ein muskelgestählter Körper voller Tattoos, dicke Goldketten. Ein Musik­label nimmt Cuspert unter Vertrag, noch während er im offenen Vollzug sitzt. Aus Denis Cuspert, dem Straßenkriminellen, wird Deso Dogg, der Rapper aus dem Kreuzberger Kiez.

Deso steht für Teufelssohn

Der Name ist eine Abkürzung. „Deso“ steht für „Devil’s Son“, Teufelssohn. Unter diesem Künstlernamen veröffentlicht der Berliner in den folgenden Jahren drei Alben und mehrere Songs mit Titeln wie „Halt die Fresse“. „Ich bin ein Dogg for life, niemand kann mich halten, ich werde eure Köpfe spalten“, rappt Cuspert darin. „Ich geb ’nen Scheiß auf die Politik, den Staat und die Bullen.“ Zehntausende Male werden die Lieder von Deso Dogg auf der Videoplattform Youtube angeklickt. Es scheint, als habe das ehemalige Bandenmitglied Denis Cuspert eine steile Musikerkarriere vor sich. Doch im November 2010 ist plötzlich Schluss mit dem Rap. Cuspert kündigt an, seine Musikkarriere zu beenden. Er hat eine neue Leidenschaft gefunden: den Islam. In einem Propagandavideo aus Syrien, das vor wenigen Wochen im Internet auftauchte, versucht er selbst den Sinneswandel zu beschreiben. „Eigentlich ist das eine Gehirnwäsche gewesen. ­Diese Szene und diese Musik“, sagt Cuspert. „Das Licht, was Allah mir gegeben hat, hat mir das ­Gehirn gewaschen.“ Immer stärker beeinflusst die Religion die Texte des Rappers Deso Dogg. Der Glaube als Gegen­modell zum Gangster-Leben der Straße. Rückbesinnung auf die kulturellen Wurzeln. Am 2. Januar 2011 wird ein Video bei Youtube hochgeladen, in dem Denis Cuspert sagt: „Kauft nicht mehr meine CDs. Wenn ihr welche habt, macht sie kaputt.“ Er bereue diese Zeit, auch wenn in den Liedern viele gute Nachrichten seien. Schon während seiner Zeit als Musiker hatte Cuspert Kontakte in die salafistische Szene. Immer häufiger verkehrte er in Moscheen in Neukölln, Kreuzberg und im Wedding. Ein Video zeigt ihn im Gespräch mit dem wohl bekanntesten Salafistenprediger der Bundesrepublik, dem Kölner Ex-Boxer und Konvertiten Pierre Vogel. Der fragt ihn, wie das denn so sei mit seinen Rapper-Kollegen. Ob diese nicht auch mit dem Gangster-Rap aufhören und stattdessen ein Leben nach den Regeln des Islam führen wollen. „Du bist ja schon auf dem Weg.“ Der Verfassungsschutz beobachtete die Entwicklung mit größter Sorge. Die salafistische Szene versuche zunehmend populäre Musiker und Idole der Jugend anzuwerben, so die damalige Einschätzung der Sicherheitsbehörden. Bei Denis Mamadou Gerhard Cuspert klappte es. Der Salafismus orientiert sich an den Regeln, die im 7. Jahrhundert galten, zur Zeit des Propheten Mohammed – ohne Rechtsstaatlichkeit und Gleichberechtigung (s. Glossar S. 19). Sektenexperten warnen, der Salafismus biete vielen orientierungslosen Menschen Halt und ein Gefühl der Gruppenzugehörigkeit. Ein Leben nach dem fundamentalistischen Islam bedeutet, den Alltag nach einem klaren Regelwerk von Verboten und Geboten auszurichten. Die Welt wird eingeteilt in Glaube und Unglaube, Freund und Feind.

Als er sich noch frei bewegen konnte: Denis Cuspert genießt In der Kreuzberger Oranienstraße den kurzen Ruhm
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Der Staat ist sein Feind geblieben

Laut Verfassungsschutz leben in Berlin rund 400 Salafisten, die Hälfte gilt als gewaltorientiert. Der israelisch-palästinensische Psychologe Ahmad Mansour arbeitet in Projekten an Berliner Schulen. Er kennt Jugendliche, die in die Szene abgerutscht sind. „Bei vielen gibt es Probleme im Elternhaus: Gewalt oder Desinteresse der Eltern“, sagt Mansour. „Als Salafisten fühlen sich viele junge Menschen moralisch gegenüber den Eltern oder dem Umfeld überlegen.“ Es sind ähnliche Schwächen, die auch Neonazis bei der Rekrutierung ausnutzen. Laut Mansour ist es das Selbstverständnis der ­Salafisten zu einer ausgewählten Minderheit zu gehören, die als einzige den wahren Islam praktiziere und deshalb angefeindet werde. Im Extremfall, so Mansour, sehe man sich im Krieg mit dem deutschen Staat. Der Staat als Feind, darüber rappte Denis Cuspert schon als Deso Dogg. Kurze Zeit nachdem er offiziell seine Musik­karriere beendet hat, tritt Denis Cuspert bei einem salafistischen Seminar im rheinland-pfälzischen ­Mayen auf. An der Seite des Frankfurter Predigers Abdellatif R. singt Cuspert eine Art islamistisches Acapella-Lied, einen sogenannten „Nashid“. Textzeile: „Wandert aus, wandert aus. Wir kämpfen, fallen, Shuhada (Märtyrer), den Feind im Auge bismillah (im Namen Allahs)“. Es ist der Startschuss für Denis Cusperts zweite Karriere: als radikaler Islamist mit dem Namen Abou Maleeq. Es folgen weitere islamistische Kampflieder, darunter Loblieder auf den getöteten Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden. Rappt Cuspert noch vor Jahren über Drogen, Frauen und das harte Leben der Straße, wirbt er jetzt offen für den Dschihad, den Märtyrertod und Selbstmordanschläge. Er spricht aus, was viele radikale Islamisten bis dato nur denken und sich nicht öffentlich zu sagen trauen. Cuspert geht den Schritt, den sich viele Prediger nicht ­wagen: Er ruft offen zur Gewalt auf. Claudia Dantschke beobachtet den Werdegang des Berliner Ex-Rappers seit Jahren. Sie ist Islamismus-Expertin beim „Zentrum Demokratische Kultur“ in Berlin, hält deutschlandweit Vorträge über die salafistische Szene, berät Lehrer, Polizisten und Politiker. Sie betreut Eltern, deren Kinder in die Szene abgerutscht sind, klärt auf über die Gefahren des radikalen Islam. Dantschke weiß, welchen Einfluss Cusperts Lieder auf muslimische Jugendliche haben.

„Er ist ein Vorreiter des Pop-Dschihad“, sagt Dantschke. „Er mischt islamistische Ideologie mit moderner Musik und mit dem Rapper-Image.“ Viele Jugendliche seien dafür anfällig. Arid U. beispielsweise. Der Deutsch-Kosovare erschoss im März 2011 am Frankfurter Flughafen zwei US-Soldaten. Auf seiner Facebook-Seite schrieb U. kurz zuvor noch: „Abou Maleeq, ich liebe dich!“ Im Visier des Verfassungsschutzes ist Cuspert bereits länger. Der Berliner Verfassungschutz-Präsident Bernd Palenda sagt heute: „Denis Cuspert verfügt in der islamistischen Berliner Szene als ehemaliger ‚Gangster-Rapper‘ über ein hohes Ansehen.“ ­Palendas Mitarbeiter beobachten eine zunehmende Radikalisierung des Kreuzbergers. Der Ex-Rapper landet auf der „Gefährderliste“, jener Datenbank, in der die Polizei Islamisten aufführt, denen jederzeit ein Anschlag zugetraut wird. Von den laut Verfassungsschutz bis zu 5.000 Salafisten in Deutschland sollen 100 bis 150 auf der Liste stehen. Der Österreicher Mohamed Mahmoud alias Abu Usama al-Gharib hat entscheidend zu Cusperts Radikalisierung beitragen. Er saß jahrelang in Wien wegen Unterstützung der Terrororganisation Al-Qaida in Haft. Nach seiner Entlassung im September 2011 zog Mahmoud nach Berlin. „Mahmoud war eine Art Mentor für Cuspert“, sagt ein Berliner Staatsschützer. „Die beiden haben sich gut ergänzt. Cuspert hat sich durch Mahmoud wohl noch weiter radikalisiert.“ Der Österreicher hat Cusperts Radikalisierung vermutlich noch beschleunigt. Im Dezember 2011 rufen Mahmoud und Cuspert die wohl erste islamistische Kameradschaft Deutschlands ins Leben riefen, die Organisation „Millatu Ibrahim“, übersetzt die „Gemeinde Ibrahims“. Das Zentrum der radikalen Salafisten-Truppe liegt damals nicht in Berlin, sondern im nordrhein-westfälischen Solingen. In einer dortigen Hinterhof-­Moschee finden sich anfangs regelmäßig Dutzende Extremisten zusammen, unter ihnen auch Denis Cuspert. Bis im Juni 2012 schließlich die Staatsmacht gegen „Millatu Ibrahim“ zu Felde zieht. Das Bundesinnenministerium erlässt ein Vereins­verbot gegen die Gruppierung. Bei mehreren Razzien durchsuchen hunderte Polizeibeamte bundesweit die Vereinsräume und Privatwohnungen. Auch die von Denis Cuspert in der Mariannenstraße in Kreuzberg. Doch die Beamten kommen zu spät. Der Islamist ist spurlos verschwunden. Cuspert ist untergetaucht, trotz eines Haftbefehls gegen ihn. In Sicherheitskreisen ist man alarmiert. Bei einer ersten Durchsuchung seiner Wohnung hatte die Polizei ­Monate zuvor bereits eine nicht funktionsfähige Sprengstoffweste gefunden. Wozu sie gedacht war, ist unklar. Die Ermittler glauben, Cuspert wollte sie für ein Propagandavideo nutzen. Die Sorge ist groß, dass der Islamist diesmal wirklich einen Anschlag plant. Kurz vor seinem Verschwinden hatte Cuspert, der sich inzwischen nicht mehr Abou Maleeq sondern Abu Talha nennt, am Rheinufer in Köln ein Video aufgenommen. „Ihr werdet nicht mehr in Sicherheit leben. Ihr setzt Millionen und Milliarden ein für den Krieg gegen den Islam“, tönt Cuspert in der Aufnahmen. „Und deshalb ist dieses Land hier, die Bundesrepublik Deutschland, ein Kriegsgebiet.“ Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, zeigte sich damals besorgt: „Das sind so erste Hinweise darauf, dass jemand sich tatsächlich entschlossen hat, als Märtyrer möglicherweise zu sterben.“

Der Extremist war plötzlich weg

Cuspert verlässt Deutschland, der endgültige Bruch mit seiner Heimat. Und das, obwohl seine Frau zu diesem Zeitpunkt hochschwanger in Berlin sitzt. Seine Mutter und sein Bruder wollen heute nicht mehr über ihn reden. Der Islamist soll, so glauben die Ermittler, nach Italien und anschließend per Fähre von Genua aus nach Nordafrika gereist sein. Sein Ziel: ­Ägypten. Dutzende Salafisten aus Deutschland sind nach dem Verbot von „Millatu Ibrahim“ dorthin ausgereist, in der Hoffnung, ein islamisches Leben führen zu können – unter ihnen auch Cusperts Freund und Vertrauter Mahmoud. Diesem schloss sich der Berliner Extremist offenbar an. Gemeinsam reisen Mahmoud und Cuspert in das benachbarte Libyen, versuchen erfolglos, sich islamistischen Terrormilizen in der Ortschaft Derna anzuschließen und ein deutsches Propaganda-Zentrum für den Dschihad in der Stadt Bengasi aufzubauen. Für die deutschen Sicherheitsbehörden wird es immer schwieriger, die Wege des Ex-Rappers zu verfolgen. Mal heißt es, er sei auf dem Weg nach Mali, um sich dort militanten Islamisten anzuschließen. Ein anderes Mal gibt es den Hinweis, Cuspert habe im Sudan unglücklich mit Sprengstoff hantiert und sei dabei ums Leben gekommen. Die Informationen erweisen sich als falsch. Der Deutsch-Ghanaer ist weder tot, noch ist er in Westafrika. Im Sommer 2013 tauchen erste Fotos und Videos auf, die den Islamisten auf dem syrischen Schlachtfeld zeigen. An einem Wasserfall sitzend, mit Militäruniform. Aus Sicht der Sicherheitsbehörden ist das keine Überraschung. „Der Schauplatz Syrien hat auf Dschihadisten aus Deutschland aktuell die höchste Anziehungskraft für Ausreisen“, erklärt Berlins ranghöchster Verfassungsschützer Bernd Palenda. „Aus Berlin sind nach hier vorliegenden Erkenntnissen circa zwei Dutzend Personen mit mutmaßlichem Ziel Syrien ausgereist.“ Wie viele letztlich ankamen und wer mit der Waffe in den Kampf zog, ist fraglich. Vor allem im Nordosten Syriens haben Kämpfer der Miliz „Islamischer Staat im Irak und Syrien“ (ISIS) mehrere Emirate, Gottesstaaten, ausgerufen und ­patrouillieren durch die Straßen, mit Masken und schwarzen Uniformen.

Im August 2013 zeigt ein Video Denis Cuspert, nachdem die syrische Luftwaffe das Haus bombardiert hatte, in dem sich Cuspert aufhielt. Verletzt wird er auf einer Trage abtransportiert. „Halt durch“, ruft jemand im HIntergrund
Foto: Screenshot youtube

Bei einem Luftangriff verletzt

Welche Rolle Cuspert in Syrien spielt, ist unklar. Er posiert gerne mit Waffe, in Flecktarn-Uniform und mimt den Gotteskrieger. In einem Lied, dass er im August 2012 veröffentlicht, singt er: „Ich zünde die Bombe inmitten der Menge, drücke auf den Knopf (…) Mitten im Zentrum oder in der ­U-Bahn, drücke auf den Knopf, das Paradies, das Paradies.“ In einer anderen Audiobotschaft ruft er Muslime dazu auf, Deutsche im In- und Ausland als Geiseln zu nehmen und so inhaftierte Glaubensbrüder freizupressen. Beweise dafür, dass er tatsächlich an Gefechten in Syrien beteiligt war, gibt es allerdings nicht. Die blutige Realität des Krieges holt den Kreuzberger dennoch im September 2013 ein. Da bombardiert die syrische Luftwaffe ein Haus im Norden des Landes. Cuspert befindet sich im Gebäude. Ein wackeliges Video, aufgenommen von Mitstreitern kurz nach dem Bombenangriff, zeigt seinen leblosen, blutverschmierten Körper, der in ein Auto gebracht und ins Krankenhaus gefahren wird. Mehrere Wochen soll Cuspert mit einer schweren Kopfverletzung im Koma gelegen haben. „Mein ­Gehirn kam ein bisschen raus“, erzählt der Islamist in einem Propagandavideo, das vor kurzem im Internet auftauchte. Er sei ein wenig gelähmt, sagt Cuspert, inzwischen Vater von drei Kindern. Deutsche Sicherheitsbehörden glauben nicht, dass der Fanatiker durch den überlebten Luftangriff zur Besinnung gefunden hat. Seit dem vergangenen Jahr hängen in deutschen Botschaften in Nordafrika, Nahost und der Türkei Fahndungsplakate des BKA aus. Sie zeigen das Konterfei von Denis Cuspert. Darunter die Warnung: „Die abgebildete Person ist verdächtig, terroristische Anschläge gegen westliche Einrichtungen und Interessen zu planen.“ Cusperts Traum vom Tod als Krieger Allahs ist nicht in Erfüllung gegangen. Noch nicht. Er wisse, „dass wir so lange den Dschihad führen werden“, warnt er, „bis Allah uns den Märtyrertod gibt.“


Der Tagesspiegel über Dennis C.

17.04.2011: Ex-Rapper Deso Dogg – Waffenfund: Staatsanwalt erhebt Anklage gegen Islamisten

04.07.2011: Dschihad verherrlicht – Berliner Ex-Rapper preist Osama bin Laden

06.09.2011: Al Qaida nach Noten – Ein Ex-Rapper hetzt für den Dschihad

16.05.2012: Salafist unter Verdacht – Neues Hassvideo von Ex-Rapper