Kino

Die Abenteuer von Wolfsblut

„Wolfsblut“, die Geschichte der schrittweisen Domestizierung eines in der Wildnis geborenen Wolfshundes und seiner Erlebnisse mit drei sehr unterschiedlichen Besitzern, gehört zu den populärsten Romanen des amerikanischen Schriftstellers Jack London. Während London dabei vor allem der Zwiespalt zwischen dem Freiheitsdrang der Wölfe und der an den Menschen angepassten hündischen Natur interessierte, widerfuhr dem Stoff in zahlreichen filmischen Adaptionen eine langsame Umwidmung zum Jugend- und Familienabenteuer.

Davon ist auch die auf den internationalen Markt (der Film lief mit einer mäßigen englischen Synchronisation bereits auf Netflix) zielende Version des luxemburgischen Animationsregisseurs Alexandre Espigares nicht frei. Unter anderem versucht der Film, die eher episodische Struktur des Romans stringenter zu gestalten, indem er einen immer wieder aufflammenden Konflikt zwischen einem netten Marshal (mit dessen Familie Wolfsblut am Ende nach Kalifornien ziehen wird) und einem finsteren Fiesling (der Wolfsblut zwischenzeitlich für Hundekämpfe missbraucht) durch die gesamte Handlung zieht.

Foto: Tobis Film

Das Design und die Animation der Natur und der Tiere sind allerdings beeindruckend schön. Bei den menschlichen Figuren läuft es hingegen weniger gut: Sie wirken stark typisiert und bewegen sich unrund. 

F/LUX 2018, 85 Min., R: Alexandre Espigares, Start: 4.10.

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Die Abenteuer von Wolfsblut