Kino

Die fantastische Reise des Dr. Dolittle

Zumindest im angelsächsischen Bereich sind die Kinderbücher von Hugh Lofting um den Mediziner, der mit Tieren sprechen kann, ein Klassiker – was man von der Verfilmung aus dem Jahr 1967 (mit Rex Harrison in der Titelrolle) nicht unbedingt behaupten kann. Die in die Gegenwart verlegte Version mit Eddie Murphy aus den Neunzigern ist hingegen längst vergessen.

Foto: 2019 © Universal Pictures

Diesmal hat man die Geschichte in ihrem viktorianischen Setting belassen – allerdings nur halbherzig, so reden sich die Tiere untereinander schon mal mit „bro“ an. Der exzentrische Dr. Dolittle, der nach dem Tod seiner Frau wenig für Menschen übrig hat und sich lieber mit Tieren umgibt, lässt sich überzeugen, der schwer erkrankten jungen Queen Victoria zu helfen, indem er sich mit seinen Gefährten auf eine gefährliche Schiffsreise begibt, um von einer sagenumwobenen Insel ein Gegenmittel mitzubringen.

Die perfekt animierten Tiere sind das eigentliche Kapital des Films, zumal sie alle ihre Eigenarten haben, auch wenn einen ihre amüsanten Rededuelle irgendwann ermüden, was die Geschichte, die allzu sehr auf Bewährtes setzt, schon früher tut. Von Regisseur Stephen Gaghan, der einst den eindrucksvollen Politthriller „Syriana“ verfertigte und für das Drehbuch zu Steven Soderberghs „Trafic“ einen Oscar bekam, hätte ich dann doch mehr erwartet.

„Dolittle“, USA 2020, 101 Min., R: Stephen Gaghan, D: Robert Downey Jr., Antonio Banderas, Michael Sheen, Start: 30.1.

Im Kino:

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