Familiendrama

Die Tochter

Ein kleines Mädchen will die Eltern auseinanderhalten und den Papa für sich allein haben

Vor zwei Jahren haben sich Hannah (Arte­mis Chalkidou) und Jimmy (Karsten Antonio Mielke), die Eltern der siebenjährigen Luca (Helena Zengel), getrennt. Seither kommt Papa ab und zu vorbei und verwöhnt seine Tochter, sogar vereinzelte Koalitionen gegen die Mutter werden geschmiedet. Doch nun, beim Herrichten des Ferienhauses auf Santorini zum Verkauf, geschieht das Unerwartete: ­Hannah und Jimmy nähern sich wieder an und träumen von einer erneuten Beziehung. Doch nun ist es Luca, die mit Intri­gen ­gegen die neu erblühte Liebe arbeitet und die Mutter als Konkurrentin zum Vater begreift. Und dabei ist das Mädchen keineswegs zimperlich.

Die Tochter (rechts)
Foto: Missing Films

In ihrem intensiven Langfilmdebüt beschreibt die Berliner Autorin und Regisseurin Mascha Schilinski exakt und sensibel eine konfliktträchtige ­Dreierkonstellation innerhalb einer Familie und findet mit ­ihrem Kameramann Fabian Gamper ­starke Bilder. Denen vertraut sie mitunter nicht gänzlich und unterlegt sie mit einer nicht immer passenden Musik. Dennoch: starkes Low-Budget-Kino mit sehr guten Schauspielern, allen voran Helena Zengel, Jahrgang 2008, als Luca. Ihre Blicke ­lassen einen erschaudern. 

D 2017, 103 Min., R: Mascha Schilinski,  D: Helena Zengel, Karsten Antonio Mielke, Artemis Chalkidou. Berlin-Premiere: 17.5., 19.30 Uhr, Filmkunst 66, Gäste: Mascha ­Schilinski und die drei Hauptdarsteller

Die Tochter (2018)

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