Singer-Songwriter

Die Höchste Eisenbahn

Treffen sich zwei nicht völlig unbekannte Songwriter. Schreibt der eine einen Song. Singt der andere hinten noch was drauf. Und so weiter. Das nennen Kritiker gern: Supergroup. War auch so bei Francesco Wilking, dessen Band Tele gerade auf Standby ist und der für den Dresden-„Tatort“ im März drei schmissige Schlager komponierte, und Moritz Krämer, der 2011 ein prima Soloalbum gemacht hat. Mit Felix Weigt (Kid Kopphausen) und Max Schröder (Tomte, Der Hund Marie) ist Die Höchste Eisenbahn seit dem 2013er Debütalbum „Schau in den Lauf Hase“ sowas wie die Dauerhoffnung deutscher Indie-Singer-Songwriter-Fans. Bisschen viel Ballast fürs zweite Album vielleicht? Ach, Quatsch. Vor einem Jahr begannen Wilking und Krämer, Songskizzen auf Handys aufzunehmen.

Stärker als die ersten Platten fühlt sich „Wer bringt mich jetzt zu den Anderen“ nach echtem Gemeinschaftssongwriting an. Verspielt, verschlufft, beseelt. Zwischen lässiger Jam-Session und akribischer Studiotüftelei. Mit schrägschönen Geschichten über Freunde, Sonderlinge, Pechvögel. Und über die Liebe, die wie eine Blume ist. Ein Album, wie gemacht für den Spätsommer. Man kann sich wunderbar verlieren darin. Und der Weltschmerz wird leichter.