Design

Do It Yourself im Museum

Das Bröhan-Museum für Jugendstil zeigt Design zum Anschauen und
Selbermachen

Van Bo Le-Mentzel: "Hartz IV-Wohnung." Privatbesitz. Foto: Daniela Gellner
Van Bo Le-Mentzel HARTZ IV-WOHNUNG Privatbesitz. Foto: Daniela Gellner

Van Bo Le-Mentzel: „Hartz IV-Wohnung.“ Privatbesitz. Foto: Daniela Gellner

Wie wird Müll zu Schmuck? Wer war der Begründer des IKEA-Konzepts? All das erklärt die neue Sonderaussstellung „Do-It-Yourself-Design“ im Bröhan-Museum. Sie zeigt einen Querschnitt durch die Geschichte der „Selbermach“-Gestaltung gepaart mit zeitgenössischen Möbeln.

Etwa 100 Objekte verteilen sich auf mehrere Räume, die trotz der Vielfalt nicht überladen wirken. Schwarze, weiße und graue Wände bieten den auf Podesten platzierten Werken eine neutrale Bühne. Gute Ausleuchtung und Schattenwurf der Designstücke unterstützen ihre Wirkung. Bauanleitungen sowie Texte erläutern die Projekte. Wer etwas nachbauen will, hat leichtes Spiel. So können Besucher in der Werkstatt des „Maker-Sunday“ alle 14 Tage selbst Objekte herstellen.

In einem Kurzfilm erläutert der Berliner Architekt Van Bo Le-Mentzel sein „Hotel Lageso“, eine zwei Meter lange Notunterkunft aus Holz. Die Not von Geflüchteten spiegelt sich auch in der mobilen Containerküche „Kitchen on the Run“ wider. Zweckentfremdete Rohre, Schubkarren oder Putzmittelflaschen rebellieren gegen Massenfertigung. Auch Skeptiker kommen zu Wort: Statt alles selbst mit Werkzeugen und Materialien bauen zu wollen, könne man Talente mit anderen Menschen teilen. Also besser „Do it together“? Ein Eindruck bleibt jedenfalls: DIY hat es immer gegeben.

Bis 29.1 2017: Bröhan-Museum, Schloßstr. 1a, Charlottenburg, Di–So 10–18 Uhr,
Eintritt 8/ erm. 5 €

https://www.zitty.de/event/ausstellung-museen/object-lessons-material-begreifen-in-8-lektionen-30001810/

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