Psychoschocker

Don’t Breathe

Ein äußerst wehrhafter Blinder wehrt sich gegen Einbrecher

ZITTY-Bewertung: 5/6
ZITTY-Bewertung: 5/6

Bislang hat man sich darauf verständigt, dass Alex aus dem Schreibtisch seines Alten für ein paar Stunden Ersatzhaustürschlüssel und Alarmcodes zu Objekten mopst, die Vaters Security-Firma betreut – woraufhin man zu dritt aus diversen Häusern leicht Verwertbares mitgehen lässt. Doch dann bekommt das Trio einen Tipp über viel Bargeld im Haus eines Blinden. Dessen Hütte liegt in einem heruntergekommenen Viertel von Detroit – und bis auf den zögerlichen Alex hat keiner Skrupel, einen alten blinden Mann um dessen finanzielle Rücklagen zu erleichtern. Kaum sind Wortführer Money, dessen Freundin Rocky und der insgeheim in Rocky verknallte Alex ins Haus des Alten eingedrungen, stellt man fest: Es gleicht einer Festung. Als Ex-Soldat weiß der im Obergeschoss schlafende Besitzer, wie mit ungebetenem Besuch umzuspringen ist. Mal abgesehen vom draußen in der Einfahrt nicht ewig schlummernden Kampfhund verbirgt sich im Keller ein grausiges Geheimnis, mit dem die Teenie-Einbrecher nie im Leben gerechnet hätten …

Foto: Sony Pictures

Unsere Sympathien wandern zwischen Rocky, Alex und dem Blinden hin und her – wobei wir von der Regie ununterbrochen schockierend neue Überraschungen vorgesetzt bekommen. Der aus Uruguay stammende Genreroutinier Fede Alvarez entpuppt sich als Meister im Charakterisieren von in die Ecke gedrängten Figuren. Zudem ist er ein Könner im gemächlichen Aufbauen von nervenzerfetzenden Thrill-Situationen, die seine Katz- und Maus-Spielchen zum schweißtreibenden Hochspannungskino machen. Definitiv nichts für zartbesaitete Kinogänger.

USA 2016, 88 Min., R: Fede Alvarez, D: Jane Levy, Dylan Minnette, Daniel Zovatto, Stephen Lang, Start: 8.9.