Kino

Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt

Zwei ordentliche Animationsfilme hat die Reihe um ein Dorf voller Fantasie-Wikinger, die dort mit gezähmten Drachen zusammenleben, seit 2010 hervorgebracht. Ungewöhnliche Figuren wie der jugend­liche Anführer Hicks mit seiner Beinprothese und den Zweifeln an seinen Führungsqualitäten hoben die Filme dabei über das Fantasy-Action-­Einerlei hinaus. Der erneut von Dean DeBlois inszenierte dritte Teil soll die Geschichte nun abschließen und beginnt eher enttäuschend: In einer krawalligen Actionszene bekommt man ohne jede Einführung kaum einen Anhaltspunkt dafür, wer hier gerade wem auf den Kopf haut.

Dass man sich dann doch relativ schnell in der Story zurechtfindet, liegt an ihrer nicht unbedingt komplex zu nennenden Struktur: Ein Bilderbuchschurke will alle Drachen töten, weshalb sich Hicks überlegt, das Dorf mit Mensch und Drachen zu evakuieren – an einen bislang unbekannten Ort am Rande der Welt, von dem sein Vater immer geträumt hatte. ­Weitere Auseinandersetzungen sind vorprogrammiert.

Doch selbst in dieser einfache Struktur bekommt der Film keinen rechten dramaturgischen Zug: Gefühlte Ewigkeiten werden damit verbracht, verliebte Drachen zu ­filmen, während die entscheidenden Plotwendungen gerne auf Zufällen beruhen. Immerhin gibt es an der Animation nichts zu bemängeln.

„How To Train Your Dragon: The Hidden World“, USA 2019, 104 Min., R: Dean DeBlois, Start: 7.2.

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