Sonne, Sand & fette Beats

Draußen feiern

Zur Sonne, zur Freiheit. Nach den Sternen greifen und den Mond anheulen. Hauptsache: Raus ins Freie!

Der Sommer ist zu schön, um in stickigen Clubs zu schwitzen. Und zu lang, um nicht zu raven. Wir stellen die besten Freiluft-Tanzflächen der Stadt vor

://about blank

Noch ist es hell. Oder eher: Schon wieder? Kann man ja mal vergessen im Sommer.
Foto: Charlotte Zellerhoff

Der verwunschene Garten, der zum Flirten und Knutschen einlädt, ist eine perfekte Location für einen schönen Rave-Tag unter freiem Himmel. Seine verwinkelten Ecken und kleinen baumbewachsenen Open-Air-Lounges lassen die Stadt vor den Clubmauern vergessen, vor allem, weil sommers wie winters (am Lagerfeuer) sehr feine DJs auflegen – durchaus auch mal bis Montagmittag. Für Menschen, die sich trotz Tanzlust nicht die Nächte um die Ohren hauen wollen, ist die Partyreihe „Staub“ (an Samstagen ab 10 Uhr) besonders zu empfehlen. Da viele Events unter der Woche stattfinden, lohnt sich ein Blick auf die Website. Übrigens: Das about blank ist ein linkes Kollektiv, bestehend aus 11 Leuten. Die Macher betonen ihre feministische Ausrichtung, die sich auch in der Arbeitsteilung zeigt – etwa durch die strikte Geschlechterparität. Auch in den technischen Jobs, in denen Frauen in Clubs bislang nicht groß vertreten sind. Seit mittlerweile sieben Jahren arbeiten alle im Club – bis auf die DJs – zum Einheitslohn.

Lautstärke: mäßig bis laut
Publikum: linksalternativ, gemischt
Eskalationspotenzial: Gegeben!

Markgrafendamm 24c, Friedrichshain, www.aboutparty.net


Badeschiff und Arena

Wem gehört die Spree? Wir wissen es noch immer nicht. Das Badeschiff jedenfalls gehört im Sommer ganz den Schönen und Stilsicheren
Foto: Stephan Flad

Das gibt’s sonst nirgendwo im von Seen umgebenen Berlin: An heißen Tagen muss am Badeschiff in der Spree schon mal ein Bademeister auf die Anzahl der im Wasser befindlichen Personen achten, selbst vor den Duschen bilden sich dementsprechend lange Schlangen. In der Tradition der Flussschwimmbäder, die um die Jahrhundertwende 1900 populär waren, liegt hier ein zum Pool umgebauter Kahn vertäut, der auf 32 mal acht Metern Abkühlung verspricht. Wer beim Bräunen im Sand gerne mit seinem Handtuchnachbar auf Tuchfühlung geht, wird hier an heißen Augusttagen so richtig glücklich werden, entsprechend hoch ist auch der Flirtfaktor. Abends legen DJs auf und es finden Konzerte statt – die ganz großen in der Arena, die kleinen in der über dem Badeschiff-Areal gelegenen Escobar. Dienstags und donnerstags wird von 9 bis 10 Uhr zusammen Yoga geturnt, auch Stand-Up-Paddeln ist möglich.

Lautstärke: gemäßigt
Publikum: Mix aus Zugezogenen und Internationalen
Eskalationspotenzial: vorhanden, nicht nur nach Cocktailkonsum in der Sonne

Eichenstr. 4, Treptow, www.arena.berlin/veranstaltungsort/badeschiff


Birgit & Bier

Legal High für Blumenkinder: Zum Ausgleich von Vitamindefiziten empfehlen wir an dieser Stelle ausdrücklich Beeren- statt Drogenkonsum
Foto: Birgit&Bier

In dieser geräumigen Open-Air-Location reihen sich jede Menge Bierbänke, außerdem locken Sofa-Ecken mit einladenden Kaffeehaus-Stühlen. Ein altes Drehkarussel wurde zu einer Sofa- und Sessel-Landschaft umgebaut, dazu gibt es Tischtennisplatten, altes Rummel-Equipment und noch mehr Sitzplätze in Form von Holzbänken. Das frische Bier kommt aus dem Tank und die hausgemachte Pasta kostet fünf Euro pro sättigendem Teller. Wenn abends die Lichter angehen und die DJs ab 22 Uhr aufspielen, wird es kunterbunt. International geht es hier ohnehin zu, und auch größere Gruppen sind gern gesehen. Musikalisch ist man nicht festgelegt: Hier wird elektronische Musik ebenso wie HipHop und Handgemachtes während regelmäßig stattfindender Jam-Sessions kredenzt. Täglich ab 14 Uhr öffnet das Gelände, Clubbetrieb ist freitags und samstags ab 23 Uhr.

Lautstärke: mäßig bis laut
Publikum: der Kreuzberger Mix aus Urberlinern und Internationalen
Eskalationspotenzial: Vorhanden, aber warum, wenn’s auch entspannt sein kann?

Schleusenufer 3, Kreuzberg, www.birgit.berlin


Berghain-Garten

Anstehen vor dem Berghain am hellichten Tag
Foto: Benjamin Pritzkuleit

Längst hat sich das Sonntags-Feiern auch in arrivierteren Berliner Kreisen etabliert. Warum sich die Nächte um die Ohren schlagen, wo man doch im Sommer sonntags ab 12 Uhr auch im Berghain-Garten tanzen kann? Dann, wenn der Garten mit meist nicht ganz so harter, nicht ganz so lauter Beschallung öffnet und man nicht mal lange anstehen muss – und trotzdem bis Montagmittag Spaß haben kann. Der Sommergarten im Berghain lädt zum Tanzen und Chillen, zum Flirten eher weniger ein. Dass der eine oder andere Gast nach vielen Stunden des wilden Ravens nicht mehr ganz so frisch riecht, aussieht oder wirkt, fasste ein regelmäßiger Berghain-Gänger mit den Worten: „Im Garten, da sieht es aus, als wenn eine ganze Geisterbahn auf einmal Urlaub hat.“ Aber schließlich ist das ein echtes Erlebnis – gleich dem Gefühl, wenn man es mal wieder geschafft hat, am wohl bekanntesten Türsteher der Republik vorbeizuhuschen.

Lautstärke: mäßig bis laut
Publikum: schwarzes Outfit zu blassem Teint
Eskalationspotenzial: von Charlottenburg-Wilmersdorf aus betrachtet riesig

Am Wriezener Bahnhof, Friedrichshain, www.berghain.de


Chalet

Ein Teil der ehemaligen Bar25-Crew hat sich dem 1850 erbauten und denkmalgeschützten Sternenhaus angenommen und es zu einer angesagten und weit über Berlin hinaus bekannten Event- und Partylocation umgewandelt. Auf den verschiedenen Etagen finden Konzerte, Kunstausstellungen und Tagungen statt. An der Tür gibt man sich touristenfreundlich. Und der große, ziemlich romantisch anmutende Gartenbereich, oft farbenfroh mit Lichterspielen dekoriert, lässt durchatmen, wenn sonntagmorgens drinnen – bei abgehängten Fenstern – die Bässe noch am wabern sind. Aber auch wer sonntagabends noch etwas erleben will, ist hier willkommen: Dann beginnen die Events oft schon ab 20 Uhr.

Lautstärke: eher laut
Publikum: eher international
Eskalationspotenzial: im Konzept des Chalets fest verankert

Vor dem Schlesischen Tor 3, Kreuzberg, www.chalet-berlin.de


Club der Visionäre

Visionäre Tanzwütige und tanzwütige Visionäre im Club ihres Vertrauens
Foto: Harry Schnitger

Wer hätte Anfang der 2000er gedacht, dass sich dieser kleine Disco-Bootsschuppen visionär auf das Berliner Nachtleben auswirken würde? Nur im Sommer geöffnet, direkt am Wasser und auf vertäuten Flößen gelegen, hat sich der Club mit Minimal-Techno-Ausrichtung einen Namen gemacht. Und er steht zu seiner Willkommenskultur: Die Betreiber sehen Touristen als gern gesehene Gäste, nicht als Übel der Globalisierung.

Lautstärke: leise bis mäßig
Publikum: internationale Rave-Touristen, Urberliner
Eskalationspotenzial: Vorhanden, aber leise!

Am Flutgraben 1, Treptow, www.clubdervisionaere.com


Else

In der Else gibt es auch Strandkörbe, eine Tischtennisplatte und einen Biergarten.
Foto: Carolin Saage

Sie ist das Open-Air-Party-Refugium der „Wilde Renate“-Macher mit einem Dancefloor-Himmel voller glitzernder Diskokugeln: Die Else vereint vieles, was im Sommer Spaß macht. Sie ist tagsüber ein Biergarten im bunten Selfmade-Holzdesign, inklusive Tischtennisplatte und Strandkörben, dazu gibt es an den Wochenenden abends – und sonntags tagsüber – natürlich Tanz zu meist elektronischer Musik, Thementage und Festivals. Mittwochs bis samstags öffnet der Biergarten ab 16 Uhr, ganz urberlinerisch bleibt er offen bis zum letzten Gast. Für Festivals werden auch schon mal Kähne im Spreeabschnitt vor dem Gelände vertäut, nur leider ist die Musikanlage nie auf voller Lautstärke zu genießen – laut Angaben der Veranstalter würden die Allianz-Tower dann anfangen zu wackeln.

Lautstärke: mäßig bis laut
Publikum: Mix aus Urberlinern und Internationalen
Eskalationspotenzial: Na klar!

An den Treptowers 10, Treptow, www.else.tv


Grießmühle

Foto: Charlotte Zellerhoff

Am Neuköllner Schifffahrtskanal liegt die Griessmühle, mit großem Garten unter Bäumen. Alles hier wirkt ziemlich original-berlinerisch, urban und unprätentiös. Montags und mittwochs gibt es die Reihe Mobile Kino, am Dienstag lädt der Pong Club zu Tischtennis und Lagerfeuergrill („Bring your own Bratwurst“), donnerstags läuft ab 23 Uhr der „Club“, und von Freitag bis Sonntag (oder Montagmittag) wird oft durchgefeiert. Zur Eröffnung des Wochenendes am Freitag finden oft Lesungen oder Comedy, die Pop-Up-Dinner-Reihe „Futterei“ oder der Mühlenmarkt statt. Und wer einmal Eintritt bezahlt hat, kann das ganze Wochenende wiederkommen. Legendär sind Taniths unregelmässig stattfindenden Tekknozid-Parties, natürlich mit Original-Industrial-Flavour. Zudem gibt es einen Technikverleih für Engagierte, die selbst unter die Veranstalter gehen wollen.

Lautstärke: mäßig bis laut
Publikum: Je nach Veranstaltung verschieden, aber eher unprätentiös
Eskalationspotenzial: unter der Woche kuschelig, am Wochenende riesig

Sonnenallee 221, Neukölln, www.griessmuehle.de


Haubentaucher

Inklusive großem Pool mittendrin: der Haubentaucher
Foto: Gili Shani

Innerhalb der roten Mauern des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerkes (bekannt als RAW-Gelände) fühlen sich diejenigen, die auch im Winter ihr strenges Sport- und Ernährungsprogramm verfolgten, am Pool am wohlsten. Denn hier wird „sehen und gesehen werden“ großgeschrieben, so groß, dass viele Ladys lieber in der Hitze schwitzen, als Make-Up und Designer-Bikini nass zu machen. Täglich ab 12 Uhr geöffnet, kann man es sich hier im „Cottage“, in der „Allgood Bar“, in der „Garden Lounge“ oder am Pooldeck gut gehen lassen, kickern, Volleyball spielen und sich auf die abendlichen Events freuen. Wobei auch abends eher nicht auf das Erreichen des absoluten Kontrollverlusts, sondern weiterhin auf den Sitz der Frisur geachtet wird. Die Musik ist tags eher dezent und leise, der Sound wechselt zwischen Hip-Hop und R’n’B im Stil von Kiss FM und entspannenden Klängen, die so auch in Wellness-Studios zu hören sind.

Lautstärke: leise
Publikum: mit Taschenspiegel
Eskalationspotenzial: dank übertrainierter Securities mit großem Selbstbewusstsein gering

Revaler Str. 99, Friedrichshain, www.haubentaucher.berlin


Heideglühen

Drinnen, draußen, drüber, drunter, druff – und auf jeden Fall das ganze Wochenende lang. Dafür nicht an jedem. Das Heideglühen entstand aus einer Geburtstagsparty, die E-Werk-Urgestein DJ Woody mit ein paar Freunden schmiss, damals noch in einem Schuppen an der Heidestraße. Mittlerweile, nach fünf Jahren, hat die Heide-Crew eine vollständig neue Location gefunden. Und komplett selbstständig aufgebaut, fast nur aus Holz, inklusive einem mit Glas überdachtem Bereich, sodass Gäste auch bei schlechtem Wetter nicht aufs Open-Air-Feeling verzichten müssen. Dafür, dass Heideglühen eine irre Abfahrts-Disko auch und vor allem für Berliner ist, spricht die Tatsache, dass die Schlange an der Gästeliste meist länger als die für Normalzahler ist.

Lautstärke: kraftvoll
Publikum: inter­national, dazu die bekanntesten der Berliner Szene-Gänger
Eskalationspotenzial: Wo, wenn nicht hier?

Seestr. 2, Wedding, www.facebook.com/heidegluehen


Humboldthain

Foto: Humboldthain Club

Der Humboldthain Club erinnert an die früheren Originale der Techno-Revolution. In düsterer und rougher Atmosphäre feiern Nachbarn, Zugereiste und Touristen hier gemeinsam durch die Nächte. Der Garten ist groß und lauschig, sodass man die Tanznacht auch trotz donnernder Lautstärke und stickiger Dancefloor-Luft aushält. Auch die Türpolitik ist wie „damals“: Eigentlich kommt hier fast jeder rein, der nicht nach Stress aussieht.

Lautstärke: mäßig bis laut
Publikum: Mix aus Urberlinern und Internationalen
Eskalationspotenzial: massiv

Hochstr. 46, Wedding, www.humboldthain.com


Ipse

Ganz schön romantische Stimmung in der Ipse
Foto: ipse

Die Ipse ist ein schattiger, lauschiger Club mit kleinteiligem und verwinkeltem Außenbereich, in dem man immer irgendwo ein chilliges Plätzchen unter den dichten Bäumen zum Füße-ins-Wasser-Halten finden kann. Der Open-Air-Bereich ist eigentlich ein langgezogener Schlauch, der rechts vom Kanal und links von der Bar eingekeilt wird. Fetten Sound verschiedenster Herkünfte gibt es in der Hammerhalle, bestückt mit einer aufwändigen Soundanlage, die warm-wohlige, deepe Bässe aussendet. Auch hier ist die Türpolitik nicht ganz so streng, so dass nicht nur top-gestylte Pärchen, sondern auch größere Gruppen gern gesehen sind. Trotzdem ist die Ipse dank ihrer nicht ganz so großen Kapazität – etwa 700 Gäste können hier feiern – immer noch intim genug, um sich mit alten und neuen Freunden ein paar Kreuzberger Nächte um die Ohren zu hauen.

Lautstärke: mäßig bis laut
Publikum: Mix aus Ur­berlinern und Internationalen
Eskalationspotenzial: vorhanden

Vor dem Schlesischen Tor 2b, Kreuzberg, www.facebook.com/ipse.offline


Kater Blau

Foto: Kater Blau Club

Für echte Party-Touristen und Neu-Berliner ist der „Kater“ nach dem Ende der Bar 25 natürlich ein Must-See. Und wer sonntags tagsüber kommt, um auf den verschiedenen Floors oder dem angedockten Schiff ein wenig zu tanzen, kann besonders im Open- Air-Bereich spannende verhaltenssoziologische Studien über Schlafmangel, Substanzgebrauch und Styling unternehmen. Klar im Vorteil ist, wer Englisch und Spanisch spricht. Konfetti- und Glitzerallergien sollten Gäste schon in der Schlange, in der man auch mal zwei Stunden vor dem Schuppen warten kann, einfach ablegen – dann hat man später größeren Spaß beim sinnfreien Verschwenden der (Rest-)Jugend. Die Partys beginnen hier freitagnachts und dauern, mit einer Unterbrechung von Samstagmittag bis Samstagabend, zumeist bis Montagnachmittag – wenn nicht gar bis Dienstagfrüh.

Lautstärke: wummernd
Publikum: international, zwischen Ketamin-Kater und großem Mitteilungsbedürfnis
Eskalationspotenzial: „Es muss“ – beziehungs­weise im Eintrittspreis von 14 Euro enthalten

Holzmarktstr. 25, Friedrichshain, www.katerblau.de


Ma Baker

Foto: M.A. B.A.K.E.R. GmbH

Wer in Berlin kurz nach der Wende sein Abitur feierte, hat dies höchstwahrscheinlich im Ma Baker Club getan, der aktuell in der Kalkscheune residiert. Im zweiwöchentlichen Rhythmus und zu Sonderterminen füllt sich, besonders im Sommer, der große Innenhof der Kalkscheune mit Musikbegeisterten, die den Sound der 80er, 90er und 2000er zu schätzen wissen. Wer sich gerne an die Zeit erinnert, in der Clubs noch Diskotheken hießen; wer in großer Runde auch mal Discoschinken schief mitsingen mag, der findet im Ma Baker Gleichgesinnte, denen Fröhlichkeit und Ausgelassenheit mehr bedeuten als ein cooler Blick. Oder das lässig-gekonnte, dann aber doch todlangweilige „Wichtig-an-der-Bar-Herumstehen“. Und wer sich eine Afro-Disco- oder Schlagerperücke anziehen oder auch im Guildo-Horn-Styling tanzen gehen mag, ist hier genau richtig.

Lautstärke: mäßig
Publikum: buntgemischt, doch eher lebenserfahren
Eskalationspotenzial: Nach drei Piccolo geht’s los!

Johannisstr. 2, Mitte, www.mabaker.de


Rummels Bucht

Foto: Andrej Dallmann

Bei schönem Wetter von Mai bis Mitte September geöffnet – dienstags bis sonntags ab 16 Uhr, sonntags ab 12 Uhr und montags geschlossen – zeichnet sich die Rummels Bucht durch ihren Open Grill aus. Das heißt: Grill, Geschirr, Besteck und Kohle werden gestellt, mitzubringen ist also nur das Grillgut. Zum selbstständigen Abwaschen danach wird herzlich aufgerufen! Danach lässt es sich in dieser wundervoll grünen Location elegant lümmeln. Und wem das zu langweilig ist, der greift einfach zu den Tischtenniskellen oder planscht mit den Füßen im Wasser. Mittwoch ist der Tag für Live-Konzerte, donnerstags und freitags wird in den mit elektronischer Musik beschallten Garten geladen. Für größere, unregelmäßig stattfindende Events die Website checken.

Lautstärke: mäßig
Publikum: jeder, der einen Ausflug zur Rummelsburger Bucht macht
Eskalationspotenzial: Warum durchdrehen, wenn dieser Fleck Berlins so angenehm entspannend wirkt?

Hauptstr. 1, Rummelsburg (Paul- und Paula-Ufer an der Rummelsburger Bucht), www.rummels-welt.de/bucht


Rummelsburg

Wie sang Peter Wackel? Scheiß drauf, Malle ist nur einmal im Jahr. Partys in der Rummelsburg hingegen finden öfter statt.
Foto: Jesper Ipsen/ EASYdoesit

Wenn in der Rummelsburg Größen wie Sven Väth, Alle Farben und Oliver Koletzki bei den großen Sommer-Open-Airs auflegen, steht die Atmosphäre den fetten Partys auf Ibiza in nichts nach. Schließlich gibt es hier einen Pool (manchmal nur für VIP-Gäste zugänglich) und einen feinen Sandstrand am Uferbereich, der die Beach- und Insel-Stimmung perfektioniert. Dazu gibt es auch schattenspendende Hüttchen mit Liegeflächen und Tagesbetten, Bars und eine Pizzeria. Und das Programm ist abwechslungsreich, finden doch hier zum Beispiel auch große Hip-Hop-Open Airs mit Harris und Haftbefehl statt. Kleinere Bereiche, etwa den Pool-Bereich, kann man aber auch einfach für eine private Beachparty mieten.

Lautstärke: je nach Event kraftvoll bis massiv
Publikum: international buntgemischt
Eskalationspotenzial: Oh ja!

Rummelsburger Landstr. 2–12, Rummelsburg, www.rummelsburg-berlin.de


Sisyphos

Foto: m.a.r.c. / flickr.com / CC BY-SA 2.0

Ein wahrer Rummelplatz für alle Menschen, die sich der elektronischen Musik und dem Rausch hingeben wollen – sei es im verwinkelten Drinnen oder im lauschigen Draußen-Gartenbereich. Dort ist alles quietschbunt dekoriert oder zumindest angeleuchtet, man tanzt auf Sand oder am kleinen Teich. Wer sich zwischen Freitagnacht und Montagmittag ganz fallen lassen möchte, ist hier am rechten Ort, denn das Sisyphos bleibt an Wochenenden mit Clubbetrieb durchgehend geöffnet. Ob Touristengruppe oder Berliner Clique: Das „Sisy“ bietet für alle Platz genug und hat eine nicht ganz so selektive Türpolitik wie viele andere Locations, die Männergruppen über fünf Personen strikt abweisen. Jede noch so große Feiercrew findet ihre eigene Ecke, und ob man noch, schon wieder oder überhaupt nicht verkleidet ist, fällt niemandem auf. Oder ist eh egal in der ehemaligen Fabrik für Hundekuchen nahe der Rummelsbucht.

Lautstärke: Laut!
Publikum: Konfetti-Glitzer-Freunde
Eskalationspotenzial: Riesig. Immer.

Hauptstr. 15, Rummelsburg, www.sisyphos-berlin.net


Spindler & Klatt

Lounge-Sofas statt Sperrholz-Chic. Nobel geht die Nacht zugrunde im Spindler & Klatt
Foto: John Brömstrup/ JOOHN PHOTOGRAPHY/ 24/7 Event GmbH

Nicht jeder Berliner oder Tourist mag den schmuddeligen Selfmade-Chic aus rohem Holz, für den die Berliner Clublandschaft in aller Welt steht. Wer Lust auf eleganteres Ausgehen mit Jackett oder im Kleidchen und High Heels hat, der wird im Spindler & Klatt bei wechselndem Musikprogramm seine Freude finden. Vor allem, weil man im Sommer direkt in der Open-Air-Area an der Spree feiern kann. Wer genug vom Techno-Einerlei in vielen anderen Clubs hat, tanzt hier zu 90er-Musik, Hip-Hop, R’n’B, Charts und karibischen Sounds. Natürlich kann man – mit Reservierung! – vor dem Club noch ausgiebig im Clubrestaurant schlemmen und es sich einen Abend lang so richtig chic geben. Til Schweiger war auch schon zu Besuch! Wer richtig auftrumpfen mag, reserviert sich natürlich eine Lounge – unter spindlerklatt.com/de/club.

Lautstärke: mäßig
Publikum: eher aus dem guten alten West-Berlin
Eskalationspotenzial: Warum ausrasten, wenn man einmal die guten Klamotten und die schöne Frisur vorführen kann?

Köpenicker Str. 16–17, Kreuzberg, www.spindlerklatt.com


 

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