Can A Song Save Your Life?

Eagles of Death Metal: „I Only Want You“

Es gibt diese Samstage: Eine anstrengende Woche steckt in den Knochen, die Couch ist so weich, eine Staffel „Dexter“ ruft: „Guck – mich – an!“ Lethargie schleicht sich an. Klarer Fall für die Eagles of ­Death ­Metal! Die ersten Takte von „I Only Want You“ pusten alle Antriebslosigkeit weg: Funk lässt die Schultern wippen, Soul die Hüften schwingen, Garagenrock ­wuschelt die Haare durch. Ich träume mich auf ­einen Roadtrip: Gesicht im Fahrtwind, Whiskey im ­Getränke­­­­­­halter, Ziga­rette im Mundwinkel. Am Steuer Sänger Jesse Hughes: Schnauzbart, Goldkette, Cowboyhut, eine Hand auf meinem Knie, die ­andere trommelt den Rhythmus aufs Lenkrad des Ford Mustang. Wir fahren vorbei an Wäldern, Kuhherden, Maisfeldern, und Jesse singt: „I ­never ­really leave, I just slip away …“ ­Leider habe ich kein Auto. Aber ich habe die Eagles of Death Metal. Und die kann mir keiner nehmen.

Lydia Brakebusch