Berlinale 2018 – Hommage

Ehrung für Willem Dafoe

Willem Dafoe
Foto: © 1988 Universal City Studios

Eine gute Wahl, Willem Dafoe die diesjährige Hommage zu widmen, so vielseitig wie er ist kaum einer. Die kleine Auswahl an zehn Filmen legt davon ­beredt Zeugnis ab. Unter anderem mit Paul Schraders Auto ­Focus, in dem der 1955 Geborene einen etwas schmierig übergriffigen Videotechniker spielt, der einen mittelmäßigen Schauspieler ins Unglück reißt.

Oder mit Martin Scorseses The Last Temptation of Christ (Foto), in dem er den von mensch­licher Schwäche heimgesuchten ­Jesus verkörpert. Mit Lars von Triers filmischem Grenzgang Antichrist, in dem er als sich selbst überschätzender Psychotherapeut zugrunde geht. Und nicht zuletzt mit Abel Ferraras Pasolini, in dem Willem Dafoe dem Titelhelden an seinem letzten Lebenstag eindringlich Gestalt verleiht.

Willem Dafoe ist ein extrem wandlungsfähiger Vollblutmime. Einer, der sich in seiner Arbeit nicht festlegen lässt, der neugierig und risikolustig immer wieder anderes in Angriff nimmt und an seinen Figuren Facetten zum Vorschein bringt, die nicht zu ahnen waren.


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