Animationsfilm

Emoji – Der Film

Ein Emoji mit mehreren Gesichts­ausdrücken widerspricht seiner ­eigentlichen Funtkion – Skandal!

ZITTY-Bewertung: 3/6

Eigentlich beruht dieses Animationsabenteuer auf einer interessanten Idee: Die Eindeutigkeit, die Sinn und Zweck eines ­jeden Piktogramms sind, stellt der Film infrage. Ohne eigenes Zutun ­beherrscht das titelgebende Emoji namens Gene ­diverse Gesichtsausdrücke und kann damit seinen Emotionen Ausdruck verleihen. Doch das gilt in der Emoji-Welt als Fehlfunktion: Was, wenn der Smartphone-Nutzer das Telefon deswegen ­löschen lässt?

Während ihm also bereits fiese Killerbots auf der Spur sind, begibt sich Gene mit seinen Freunden Hi-5 und Jailbreak auf eine Reise durch das App-Innenleben des Smartphones, um sich zu einem normalen Emoji umprogrammieren zu lassen.

Gene kann auch anders dreinschauen
Foto: Sony Pictures

Dabei gelingt es Regisseur Tony Leondis sogar, ein bisschen Kritik am gedankenlosen Umgang mit der Technik unterzubringen. Kann man sein Gefühlsleben nicht auch ohne Phone bewältigen? Doch am Ende will der Film dann doch nur ­erzählen, was nahezu alle Animations-­Familienabenteuer ­erzählen: Sei einfach du selbst und vertraue auf Freunde und Familie, dann wird alles gut.

Das wäre nicht schlimm, wenn es denn wenigstens richtig lustig wäre. Doch da haben die Filmemacher einmal mehr Hektik und Komik miteinander verwechselt. So wird das zweifellos vorhandene Potenzial ziemlich verschenkt.

„The Emoji Movie“, USA 2017, 86 Min., R: Tony Leondis

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