Berlin

Entspann Dich!

Berlin kann laut, voll und hektisch sein – im Winter zu allem Überfluss auch noch grau, feucht und kalt. Da wird selbst der Stress-­Erprobteste schon mal trübselig. Damit das nicht passiert, haben wir Tipps zur Entspannung mit hohem Wohlfühl-­Faktor ausgesucht. Und natürlich selbst ausprobiert

Foto: tranxx; Sandra Ratkovic / tranxx

Schwitzen und fühlen

Hotpod Yoga schaltet den Kopf aus und die Sinne ein

Violettes Licht, betörende Aromen und eine Wärmewolke von 37 Grad – das erleben die ­Teilnehmer*innen des Hotpod Yoga in einem Raum in Neukölln. Dort steht ein weißes Zelt mit runder Kuppel, „Pod“ genannt, übersetzt heißt das Hülle. Darin: Wärme und Geborgenheit. Hotpod Yoga wurde vor einigen Jahren in London erfunden.

Die konstante Wärme soll bewirken, dass sich der Körper schneller dehnt und die ­Bewegungen fließender werden. Außer in den Duft von Bergamotte, Wildorange und Lavendel taucht man ein in ein dämmeriges Blau-Violett und feuchtwarme Luft. Sinnesreize sollen eingeschaltet, der ewig beobachtende, kritische Blick ausgeschaltet werden. Man riecht, fühlt, bewegt sich, empfindet.

Foto: Hotpod Yoga

Gegründet wurde Hotpod Yoga in Berlin von der ­Yoga-Lehrerin Sünne Messerschmidt, die auch als DJ arbeitet. 60 Minuten dauert eine Yoga-Session bei ihr. Ziel des Ganzen ist, klassische Bewegungselemente aus dem Vinyasa Yoga, einer dynamischen Bewegungsform, mit einem spirituellen Erleben zu verbinden. Durch die schnellere Erwärmung der Körperglieder soll eine geringere Verletzungsgefahr bei den Übungen bestehen, was besonders Anfängern zugute kommt.

Foto: Hotpod Yoga

Bis zu 20 Yoga-Teilnehmer*innen halten sich während der 60-minütigen Trainingseinheiten im Zelt auf. Anders als in vielen Yoga-Schulen ist hier der Männeranteil besonders hoch. Gerade Sportler schätzen die schnelle Entspannung des Körpers in der Wärme, aber auch andere Entspannungsaffine entdecken die Vorzüge des Hotpod Yoga.

Gerade feierte das Studio in Neukölln seinen ersten Geburtstag. Bislang gibt es im deutschsprachigen Raum nur in Wien eine weitere derartige Trainingsform. Derzeit wird eine Schnupperwoche angeboten (16 Euro für 7 Tage). Die Yoga-Stunden finden in deutscher und englischer Sprache statt.

Hotpod Yoga

Karl-Marx-Str. 75, Neukölln,
täglich 8–23.30 Uhr, eine Trainingseinheit 15 €,
Mitgliedschaft monatl. 79 €, Tel: 0177 644 51 23,
whotpodyoga.com/studios/berlin


Grundreinigung

Sauberer als in einem Hamam wird man nirgendwo sonst

Erst schwitzen, dann königlich ruhen
Foto: Camera 4

Schwitzen, Waschen, Pflegen und Entspannen – das ist das Prinzip eines Hamam, Arabisch für „Badeplatz“. Der Hamam verbindet das Bedürfnis nach Sauberkeit mit dem nach Entspannung. Wenn man die Räume des ­Hamam im Kreuzberger Frauenzentrum Schokoladen­fa­brik betritt, wähnt man sich an einem fernen Ort.

Frauen ruhen sich nach dem Bad auf Ottomanen aus, es duftet nach Orangenöl. Der Hamam selbst ist ein in Grün- und Blautönen kunstvoll gekachelter Raum, in dem ringsherum Waschbecken stehen, an denen ­kleine Schüsseln platziert sind. In der Mitte ist ein riesiger runder Stein zum Ausruhen aufgebaut. Dort liegend schaut man in ein ornamentales Mandala.

Alles im Hamam hat seine bestimmte Reihenfolge: Zunächst wäscht man sich gründlich von Kopf bis Fuß, verwendet Pflegeöle und alles, was die Haut schön und weich macht – Peelings, Naturschwämme, Seifen mit ätherischen Ölen. Danach kann man sich auf dem ­heißen Stein ausruhen und schließlich einen Sauna­gang machen. Die Sauna in diesem Hamam ist eher klein – aber mit 80 Grad sehr heiß.

Erwärmt wird man auf Wunsch auch in einer Infrarotkabine. In traditionellen Hamams gibt es das nicht, der heißeste Raum ist dort höchstens 50 Grad warm. In Kreuzberg gibt es nach dem Saunieren einen kalten Wasserguss per Schlauch, man wäscht sich erneut, ruht und dann ­beginnt man von vorne.

So lange, bis das persönliche Bedürfnis nach Schwitzen und Sauberkeit erfüllt ist. Im Eingangs­bereich werden Tee, Getränke und kleine ­Leckereien bereitgestellt. Nur Männer gibt es hier nicht: Es handelt sich (wie im Orient) um einen Hamam, der nach Geschlechtern getrennt ist. Hier sind Frauen mal ganz unter sich.

Hamam (Frauenzentrum Schokoladenfabrik e.V.),

Mariannenstr. 6, Kreuzberg, Mo 14–23 Uhr, Di–So 11–23 Uhr,
Hamam Standard 24 €, Hamam Luxus 27,50 €, Tel: 61 51 464,
www.hamamberlin.de


Kein Witz!

Lachyoga macht glücklich und gesund

„Lach’ doch mal wieder!“ Wenn man diesen Satz in kurzer Zeit mehrfach hört, wird es vielleicht Zeit für Lachyoga. Anders als der Name vermuten lässt, ­werden hier keine Bewegungsfolgen aus dem traditionellen Yoga praktiziert, sondern Lachen wird mit Atem-Techniken aus dem Yoga verbunden. Zum entspannenden Lachen trifft man sich in Berlin unter anderem im Krea­tivhaus auf der Fischerinsel.

Lach-Yoga-Trainerinnen Sigrid Pohl-Häußler (rechts) und Heidi Janetzky beim gemeinsamen Lach-Training im Kreativhaus
Foto: Sigrid Pohl-Häußler

In Gruppen von bis zu 30 Teilnehmer*innen kommt man dazu im großen und hellen Bewegungssaal ­zusammen, der viel Platz bietet. Unter der Anleitung von Lachyoga-Trainerinnen machen sich die Teilnehmenden zunächst einmal locker. Ein kleiner Lachsack wird herum gereicht, man stellt sich mit einer selbst ausgedachten Bewegung, dem eigenen Namen und einem herzlichen Lachen vor. Danach folgen zahlreiche Übungen, kombiniert aus Lachen und tiefen Atemzügen. Je lockerer und ungezwungener die eigenen Bewegungen dabei sind, umso besser. In die Tat umgesetzt werden dabei Phrasen wie „sich krumm und buckelig lachen“, „vor Lachen biegen“ oder „vorbeugendes Lachen“.

Die Bewegungen werden individuell improvisiert, von ­Lachen begleitet. Man bewegt sich frei im Raum. Das Lachen soll schon nach kurzer Zeit ansteckend wirken und vor allem sehr gesund sein. Lachen setze schnell Endorphine frei, lockere die Muskeln und stärke die ­Immunabwehr, sagt Lachyoga-Trainerin ­Sigrid Pohl-Häußler. „Für den Kreislauf ist eine Minute Lachen so positiv wie zehn Minuten Joggen.“

Wenn jemand anfangs nur verhalten lache, mache das gar nichts aus. Wichtig sei, es werde überhaupt ­gelacht, sagt die Expertin. Kindliche Spiele wie das imaginäre Stehen unter einer kalten Freibaddusche (unter Lachen, natürlich) wechseln sich mit gezieltem Atmen mit Lautfolgen ab – „ha, ha, ha, ho, ho, ho, hu, hu, hu, hu“. Die Lachyoga-Gruppen sind offen. Das bedeutet: ­Jeder kann jederzeit dazu stoßen, regelmäßige Teilnahme ist keine Pflicht.

Kreativhaus

Fischerinsel 3, Mitte, Di 19.30–20.30 Uhr,
Do 19–20 Uhr, 5 €, Zehnerkarte 30 €, Tel: 23 80 913,
www.hauptstadt-lacht.de


Eins, zwei, cha-cha-cha!

Gerade beim schweißtreibenden Tanzen kann man vorzüglich zur Ruhe kommen

Rote Samtvorhänge, eine 6,60 Meter hohe Decke, stilvolle Leuchter – im Ballhaus Walzerlinksgestrickt, das gleichzeitig eine Tanzschule ist, bewegt man sich vor dramatischer Kulisse. Denn nicht nur Ruhen entspannt – sondern vor allem die Balance aus Ruhe und Bewegung. Im Ballhaus im Bergmannkiez, von den Berlinern liebevoll „das Walzer“ genannt, kann man auf 1.000 Quadratmetern und in vier Tanzsälen Walzer links- und rechtsherum tanzen, Swing erlernen oder sich zu Salsa­klängen drehen.

Vielleicht steckt ein verkanntes Tanzgenie in Ihnen?
Foto: Ballhaus Walzerlinksgestrickt – Berlin

Das Gebäude hat eine lange Geschichte – es wurde vor über 150 Jahren als „Habelsche ­Malzbierbrauerei“ ­erbaut. Danach nutzte man es als Pferdestall, Munitions- und Margarinefabrik, Luftschutzkeller und als Depot für Öl und Fett. 1960 fiel das Haus in einen Dornröschenschlaf, bis es vor 20 Jahren zum Ballhaus umgebaut wurde. Dabei überließen die Betreiber*innen nichts dem Zufall, sogar das Mobiliar im großen Ballsaal – Stühle und Tische im Art-déco-Stil – ist selbst gebaut.

Mittanzen kann in der Tanzschule Walzerlinksgestrickt jeder. Das Mitschwingen bei Walzer, Tango, Discofox, Swing oder Salsa ist nicht kursgebunden, sondern kann in Einzelstunden oder Blöcken wie auch in Seminaren gekauft werden.

Da die Bewegungsfolgen im Rotationsprinzip wiederholt werden, können Tänzer*innen ­jederzeit einsteigen, neu beginnen oder das Gelernte auffrischen. Dass Gegensätze sich anziehen, beweist die gelungene Kombination klassischer Ballsäle mit einer hypermodernen Lounge mit schwarzledernen Sitz­möbeln und einer Glasdecke in Grüntönen. Hier können sich Tanzbegeisterte austauschen und einen passenden Tanzpartner finden. Das geht übrigens auch auf der Website des Ballhauses.

Ballhaus Walzerlinksgestrickt

Am Tempelhofer Berg 7d, Kreuzberg, Mo–Fr 18–22.30 Uhr, Sa kursabhängig,
So 15–21 Uhr, 9×90 Minuten Tanzkurs 99 €,
Wochenendworkshop 2×120 Minuten 55 €,
Tel: 69 50 50 00, www.walzerlinksgestrickt.de


Zur Entlastung

Übungen mit Gurten, Seilen oder Blöcken: Iyengar ist Yoga mit Hilfsmitteln

Photo Credit Michael Metzke

Um Körper und Bewegung geht es auch im Iyengar Yoga Studio Berlin. Hier gibt es nichts Überflüssiges, das ­Studio ist hell, offen – und sehr puristisch: Weiße ­Wände, ein heller Parkettboden, an den Wänden die Gurte für kompliziertere Übungen.

Die Räume sind frei, geräumig, funktional. Nur ein paar Blumensträuße ­lenken ab vom Wesentlichen. Der Mensch, sein Körper und sein Befinden stehen hier im Mittelpunkt.

Zum Iyengar Yoga zählen Übungen, die mit Hilfsmitteln wie Gurten, Seilen oder Blöcken ausgeführt werden. Das soll den Körper unterstützen und entlasten. Eingeteilt in drei Klassen – vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen – sollen die Teilnehmer*innen hier lernen, Körper, Geist und Seele miteinander in Einklang zu bringen. Regelmäßig betrieben, ist das eine dauerhafte ­Methode der Entspannung.

Iyengar Yoga Studio Berlin

Oranienstr. 163, Kreuzberg,
Öffnungszeiten kursabhängig, 90 Minuten Unterrichtseinheit 14 €, 120 Minuten 18 €, acht Einheiten im Monat 90 €,
Tel: 61 56 158, www.iyengaryogastudioberlin.de


Genuss und Eleganz

Abschalten bei Tee und Mondkuchen

Chinesisches Teehaus
Foto: GrünBerlin

„Abwarten und Teetrinken“ ist so eine Phrase, die Unge­duldige nicht gerne hören. Wer diesen Rat dennoch mal in die Tat umsetzen mag, kann das im Chinesischen Teehaus in den Gärten der Welt tun, unterhalb des Kienbergs in Marzahn.

Nach einem ausgedehnten Spaziergang auf 43 Hektar, durch die Gärten verschiedenster Regionen der Welt, kann man dort innerlich zur Ruhe kommen. Das Chinesische Teehaus, auch das „Berghaus zum ­Osmanthussaft“ genannt, liegt inmitten der gartenbaulichen Kulisse.

Ebenso wie die Gärten selbst entstand es 2017 anlässlich der Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) Berlin – als Geschenk von VW Shanghai an die Bürger Berlins. ­Abgehalten werden hier traditionelle chinesische Teezeremonien für Gruppen ab sechs Personen (auf Anfrage). Eine solche Jahrtausende alte Teezeremonie verbindet Genuss, Entspannung und Eleganz.

Auf der Karte des Teehauses stehen so exotische Sorten wie Chrysan­themen-Tee, dazu gibt es Mondkuchen. Insgesamt können sich Tee-Lieb­haber durch eine Auswahl von über 30 Teesorten trinken.

Chinesisches Teehaus in den Gärten der Welt

Blumberger Damm 44, Marzahn, tgl. 9–16 Uhr,
Herbst/Winter: 4 € (ermäßigt 2 €), inkl. Seilbahn: 6.90 €
(ermäßigt 4.50 €), Tel: 70 09 06 720,
www.gruen-berlin.de/gaerten-der-welt


Der Stimme folgen

Durch Singen und Trommeln lösen sich Blockaden im Kopf

Heilsames Singen und Krafttrommeln bietet Carien ­Wiijnen in Healing Voice an, ihrem Institut für ganzheitliche Stimmarbeit und Gesangstherapie. Über Singen oder Trommeln will sie Blockaden lösen und hartnäckigen Dauerstress erkennen – oder das, was den Stress wirklich auslöst. Singen oder trommeln kann man in Gruppen oder auch in Einzeltherapie.

Wiijnen ist sowohl Psychiaterin als auch Sängerin und Gesangslehrerin, außerdem hat die in Berlin ­lebende Holländerin eine Ausbildung in Naturheilkunde abgeschlossen. Zu den Kursen der Gesangstherapeutin ­gehören Freies Singen, Jodeln, Heilsames Singen, Krafttrommeln, eine Chorwerkstatt sowie Bewegtes Singen und Tanzen. Welche Stimmarbeit und welcher Singkurs für Interessierte in Frage kommt, wird vorab ­besprochen und auf die individuelle Situation des Einzelnen abgestimmt.

Healing Voice

Institut für ganzheitliche Stimmarbeit und Gesangstherapie, Oranienstr. 163, Kreuzberg,
Öffnungszeiten kursabhängig, Termine und Preise
auf Anfrage, Tel: 61 52 187, www.healingvoice.de


Sitzen und schwitzen

Eine Mischung aus Sport und Sauna senkt das Stresslevel

Im Befine Sports & Spa können Stressgeplagte saunieren, trainieren und entspannen. Zur weitläufigen Anlage gehören eine große Sauna und ein türkisches Dampfbad. In der Sauna werden zu jeder vollen Stunde Aufgüsse, gelegentlich auch kostenlose Peelings angeboten. Ins Dampfbad aus weißem Marmor kann man eigene Peelings, Öle und Kuren mitbringen. Auch Massagen kann man buchen.

Viel Platz zum Ruhen, nachdem man sich ausgepowert hat
Foto: C. Wijnen

Zu der Anlage gehört auch ein 16 Meter langer Pool mit Decken­tageslicht, in dem Besucher*innen zwischen Sauna und Anwendungen ihre Bahnen ziehen können. Zur Erfrischung stehen überall Wasser und frisches Obst in Schalen zur kostenlosen Verfügung. Wer nicht nur entspannen, sondern auch trainieren möchte, wird hier ebenfalls fündig:

Im Fitnessbereich der insgesamt 2.500 Quadratmeter großen Fläche stehen Sport-Affinen zahlreiche Geräte zur Verfügung. Eine weitere, fast identische Dependance von Befine Sports & Spa findet sich beim Titanic Hotel am Gendarmenmarkt. Allerdings: Einen Pool gibt es hier nicht.

Befine Sports & Spa

 Chausseestr. 30, Mitte,
Mo–Fr 6.30–23 Uhr, Sa+So 8–22 Uhr, Tagesaufenthalt 38 €,
4 Stunden 30 €, Mitgliedschaft monatl. 89 €,
Tel: 20 14 37 08 70, befine-clubs.de/befine-tgb.html


Das Salz der Erde

Frei durchatmen im Salzluft-Raum

Endlich frei durchatmen – dieser Wunsch lässt sich in der Stadtsaline in Charlottenburg erfüllen. Während der 45-minütigen Sitzung liegt man entspannt auf Liege­stühlen, Salzwasser rieselt über Schwarzdornbüsche.

Die salzige Luft entspannt die Bronchien, das warme Licht die Seele
Foto: Foto-Atelier Schild-Vogel / Anke Kruse

Im Raum entsteht ein feiner Nebel, die salzhaltige Luft dringt tief in die Atmungsorgane ein, während ­weiches Licht in Gelb bis Rosé die Entspannungsbedürftigen umgibt. Die Wände in beiden Salzräumen sind mit Kristallsalz aus Pakistan verkleidet. Zur Entspannung trägt leise Meditationsmusik bei, ­zusätzlich wird der Wohlfühl-Effekt durch eine Raumtemperatur von angenehmen 25 Grad verstärkt. Einen starken gesundheitlichen Effekt hat die Salzberieselung vor allem für Menschen mit Lungen- und Atemproblemen – sie kann aber auch bei Hautproblemen angewendet werden.

Für Kinder hält man auf Anfrage besondere Sitzungen ab. In der Stadtsaline werden auch Klangschalen-Massagen ange­boten und „Trommelschwingungen“ zur Lösung von Blockaden. Nebenbei erfährt der Besucher alles über die Wirkung von Salzen und ihre Herkunft – vom Pakis­tansalz bis zum Kräutersalz für die Küche.

Stadtsaline

Windscheidstr. 30, Charlottenburg,
Mo–Fr 10-19 Uhr, Sa 10–14 Uhr, Einzelkarte 11 €,
Kindersitzung (ein Elternteil + ein Kind) 14 €,
Tel: 64 49 55 15, stadtsaline.de


Freies Schweben

Floating lässt einen die Außenwelt vergessen

Dümpeln wie in Mamas Bauch: Das geht im „Floating-Ei“
Fotos: tranxx; Sandra Ratkovic / tranxx

In Farben schweben und Unterwasser­musik hören – das ist Floating. In mehreren Varianten floatet man im Tranxx Schwebebad in Schöneberg: Beim freien Floaten wird der Körper von Wasser mit ­einem Salzgehalt von 25 Prozent getragen – ähnlich wie im Toten Meer. Schon nach wenigen ­Minuten setzt eine Tiefenentspannung ein.

Sphärische Musik und ein zart leuchtendes Farbspiel lassen den Raum unwirklich ­erscheinen, wie eine Traumwelt. Die Pools für das freie Floaten sind sechs Quadratmeter groß und bieten Raum für viel Bewegung. Man kann sich einfach treiben lassen oder im Rhythmus der Musik spielerisch bewegen.

Neben einer Sensibilisierung der Haut soll das Floaten sowohl eine antiseptische Wirkung haben als auch die Durchblutung fördern. Das Schweben im Wasser sorgt für eine komplette Entlastung der Muskeln, Endorphine werden freigesetzt und machen das Entspannungserlebnis vollkommen.

Wer will, kann ein „Romantik-Schwebebad“ für zwei buchen oder völlige Abgeschiedenheit von äußeren Reizen im „Floating-Ei“ suchen. Hier schwebt man eine Stunde lang in der völligen Dunkelheit eines geschlossenen Raums. Ausprobieren lassen sich im Tranxx außerdem verschiedene Formen der Massage. In der Lounge der Anlage kann man hinterher entspannen, dazu gibt es Sekt oder frische Limonaden und Salzgebäck.

Tranxx Schwebebad & Massagewelt

Akazienstr. 27–28, Schöneberg, täglich 9–23 Uhr, Einzelschweben 60 Minuten 59 €
(49 € in der Happy Hour, Mo–Fr von 10–13 Uhr),
mit 30 Minuten Massage 89 €,
Romantik-Schwebebad für 2 Personen 85 €,
Telefon: 78 95 72 80, www.tranxx.de