Utopia Berlin

Ernährungswende

Bei Peter Duran wird alles aufgegessen: Sein Isla Coffee wird zum Zero-Waste-Kaffee

Foto: David von Becker

Im Isla Coffee in der Hermannstraße hatte man eine radikale Idee: keinen Müll mehr zu produzieren. Weshalb aus der beim Milchaufschäumen übrig gebliebenen Milch nun der Joghurt fürs Bircher Müsli wird. Und aus dem zweiten oder dritten Aufguss der Tees eine Kombucha-Limonade. Und auf der Terrasse des Neuköllner Cafés steht ein Kompostmöbel. Wir finden, dass an Orten wie dem Isla Coffee der Nährboden für eine Berliner Ernährungswende reift.

Der Macher Eigentlich war Peter Duran als DJ nach Berlin gekommen, und das ausgerechnet aus der Techno-Gründerstadt Detroit. Geblieben ist er als Barista und nun also als Gastronom. Wobei sein Interesse an allem Kulinarischen vor allem ein Interesse an ­einer anderen Gesellschaft ist.

Die Arbeit Im Isla Coffee hat jeder Mitarbeiter sein Projekt: Kombucha, Joghurt, eine Pilzzucht auf dem Kaffeesatz. Dieses Engagement stärkt auch das Zugehörigkeitsgefühl. In einer Branche, die stetig den Mangel an engagierten Mitarbeitern beklagt, rät Duran, sein Team ernst und in die Verantwortung zu nehmen.

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Die Zukunft Isla Coffee ist für Peter Duran auch eine Machbarkeitsstudie: „Es geht mir darum, dass Gastronomie in einem größeren Stil nachhaltiger gedacht wird.“ Duran sieht sich mittelfristig auch im Consulting. Zuvor soll aber erst einmal die Isla-Familie wachsen. Gemeinsam mit der ­Köchin Isabella Strong plant man ein eigenes, vorwiegend vegetarisches Restaurant.

Isla Coffee, Hermannstraße 37, Neukölln

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