Bühne/Schauspiel

Me First

Me First
2017 Volksbühne Berlin | general_use

Einen etwas bösen Beitrag zur „#MeToo-Debatte“ leistet hier der Dramatiker, indem er Täter-Opfer-Schemata persifliert. Darf er das als Mann? Immerhin hat er für die Performance dieses Mutter-Tochter-Stücks in Carmen-Maja und Jennipher Antoni die perfekte weibliche Besetzung an Bord. Während die junge Schauspielerin Selma sich der ASIIBUB, (Anti-Sexistischen Initiative in Bühnengenossenschaft und Bühnenverein), angeschlossen hat, kann Mama Anka damit wenig anfangen. Eintritt 8 Euro.

Thorsten Becker hat sich einen schrägen Beitrag zur #MeToo-Debatte einfallen lassen. Ja, man kann sagen, dass sein Mutter-Tochter-Stück Me First das, was zu einer Denunziationskampagne ausgeartet ist, überhaupt erst in den Stand einer Debatte erhebt. Das gelingt, indem er das überstrapazierte Täter-Opfer-Schema dem Gelächter preisgibt. Selma Zimmer, eine junge Schauspielerin, hat sich diesem Ideal und dem Kampf um seine Verwirklichung verschrieben. Sie hat sich der ASIIBUB (Anti-Sexistische Initiative in Bühnengenossenschaft und Bühnenverein) angeschlossen. Anka Zimmer, ihre Mutter, als Schauspielerin und Persönlichkeit ein unverkennbares Produkt der aufgelösten sozialistischen Gesellschaftsordnung, bietet ihr Angriffsfläche genug. 

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