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Armen Avanessian & Enemies #52: 50 Years Busenattentat (Overture to an Opera)

Armen Avanessian & Enemies #52: 50 Years Busenattentat (Overture to an Opera)
2017 Volksbühne Berlin | general_use

Mit: Ari Benjamin Meyers und Armen Avanessian. Anlässlich des 50. Jahrestages des berühmt-berüchtigten „Busenattentats“ auf Theodor W. Adorno am 22. April 1969 durch eine Gruppe von Warhol inspirierter revolutionärer Studentinnen eröffnen Ari Benjamin Meyers und Armen Avanessian offiziell Schizo. Schizo wird eine philosophisch-experimentelle Opernausstellung sein, die drei ikonische Diskurse – oder deren Störung – als Ausgangspunkt für eine neue musikalische und performative Vision philosophischer Forschung nimmt. Die Frankfurter Schule, die Lacansche Psychoanalyse und der französische Poststrukturalismus haben nach wie vor einen wichtigen Einfluss auf die Kunsttheorie und -praxis. Schizo wird sich jedoch weniger auf die Kontinuitäten konzentrieren als vielmehr darauf, die performativen Brüche zu vergegenwärtigen und zu vertiefen, die jeder Diskurs in einer Reihe symbolischer Konfrontationen erfahren hat: der Protest von Studentinnen in Adornos Seminar, die ihre Brüste entblößen, um gegen seine bürgerliche Ästhetik und Politik zu protestieren (1967), Lacans surrealistisch anmutende Provokation der revolutionären Jugend, die mit einem Glas Wasser ins Gesicht beantwortet wurde (1972), und schließlich die berüchtigte Schizo-Konferenz (1975), ein Zusammenprall ästhetischer und politischer Kulturen, der sich als enorm wichtig für den Einfluss der Theorie auf die Kunst weltweit herausstellte. Und dies trotz, oder gerade weil die Konferenz ein performatives Desaster an sich darstellte.

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