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Race and Politics II: Die Politik des Vergessens und des Erinnerns – Deutschland und Japan

Race and Politics II: Die Politik des Vergessens und des Erinnerns – Deutschland und Japan
Volker Kreidler | general_use

Die Politik des Vergessens und des Erinnerns: Deutschland und Japan

Allen drei Achsenmächten – Nazideutschland, dem Kaiserreich Japan und dem faschistischen Italien – wurde von Präsident Roosevelt und dem britischen Premierminister Winston Churchill auf der Konferenz von Casablanca im Januar 1943 die „bedingungslose Kapitulation“ angedroht, doch nur Deutschland sah sich nach dem Krieg tatsächlich mit dieser Bedingung konfrontiert. Mussolini wurde im Juli 1943 im faschistischen Italien gestürzt, nachdem die Alliierten im selben Monat in Sizilien gelandet waren. Der Befehlshaber der amerikanischen Besatzungstruppen in Japan, General MacArthur, hielt das japanische Kaisersystem formell aufrecht und schützte Kaiser Hirohito davor, vor dem Internationalen Militärgerichtshof für den Fernen Osten für die Kriegsverbrechen, die die kaiserliche Armee seit 1931 in China verübt hatte, angeklagt und strafrechtlich verfolgt zu werden. Hirohito blieb stattdessen bis zu seinem natürlichen Tod im Jahr 1989 das symbolische Aushängeschild Japans. Seine Nichtverfolgung wirkte sich negativ auf die Vergangenheitsbewältigung in Japan aus. Die anhaltende Unwilligkeit der japanischen politischen Klasse, sich offiziell für die Verbrechen der kaiserlichen Armee zu entschuldigen, überschattet Nordostasien noch immer. Vortragender: Prof. Dr. Manfred Henningsen Vortrag in Englischer Sprache Freier Eintritt. Zählkarten sind online, per Telefon sowie an der Tageskasse erhältlich.

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