Dokumentarfilm

München 089 – Big Trouble in Little Minga

Der Regisseur filmte ab Mitte 2016 in München, bis er etwa 900 Stunden Material hatte. 100 Laiendarsteller spielen Streifenpolizisten und Kulturreferenten, Journalistinnen, Klein- und Großkriminelle, Gräfinnen und Zauberer.

Das größte portable Riesenrad, ein neuer Konzertsaal und ein Interimssaal, ein neues Museumsquartier, nur das Beste, Beste, Beste! In München hat man’s gerne ein bisschen groß und großartig. In jeglicher Hinsicht. Der Münchner Filmemacher Philipp Dettmer hat dieser Stadt, ihrer Regierung und ihren Bewohnern mit der Dokumentation nun ein bissiges Denkmal gesetzt. Doch was heißt Denkmal? Eigentlich ist dieser Film, der in jahrelanger Detailarbeit seit 2016 entstanden ist, ein gewaltiger Zerrspiegel, der der Isarmetropole nun schonungslos vorgehalten wird. All die Mauscheleien, seien es Operationen zur Aufhübschung der feschen Münchnerin, die Vergabe von Fördergeldern und Schirmherrschaften oder die zufällige Zerstörung eines denkmalgeschützten Handwerkerhäuschens, finden sich im Film genauso wieder wie großmaulige Investoren, Insider-Influencer oder Isarschwimmer.

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