Essayistischer Film

Oderland. Fontane

Theodor Fontane (1819-1898) bereiste als Journalist über Jahrzehnte die Berliner Umgebung. Seine Bücher „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ enthalten sehr reiche und entlegene kulturgeschichtliche, ethnographische und biographische Quellen. Bernhard Sallmann entnimmt daraus Passagen, die er mit der heutigen Gestalt der Mark Brandenburg konfrontiert. So entstehen betörende Stillleben, die sich zu einer poetischen und filmischen Landvermessung verdichten – mit Mut zur Entschleunigung, dem Vergnügen an Konzentration und Kontemplation. Aus der epischen Linienführung der Elemente „Text“ und „Ort“ ergibt sich so ein vielfältiges und vielsagendes Gespräch des 19. Jahrhunderts mit unserer Gegenwart: nicht frei von Momenten des Staunens, des Affekts und der Affirmation. Es ist, wie es war, aber doch ganz anders – wo heute Zugvögel nisten, wurde früher unter sehr harten Bedingungen Torf gestochen, wo heute die Bundesregierung hoch umzäunt ihre Gäste empfängt, lebte früher eine vom König ins Abseits geschobene Figur.

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