Literatur

M.

M.
Anna Gien und Marlene Stark | Julien Menand | general_use

M., die Protagonistin in dem Roman von Anna Gien (l.) und Marlene Stark, ist eine Getriebene, die nach ihren eigenen Maßstäben lebt, sich vom Leben treiben lässt. Nachts taucht sie in die dunkle Szene Berlins ab, gibt sich dem anonymen Sex hin. Doch die Kreativen dieser Stadt sind ihre Opfer - sie schreibt die Regeln neu. "M." entlarvt die hedonistische Seite der Kunst-Boheme Berlins.

»Das hier ist ein Film ohne Anfang und ohne Ende. Da gibt es kein Händchenhalten und Barfuß-in-den-Sonnenuntergang-Rennen. Ich bin Teil und Anführerin meiner eigenen Bewegung.«

Ein Winter in der Stadt: Die Kunst ist tot und M. strauchelt von einem Tag in den nächsten, treibt sich durch Darkrooms und beatdurchwummerte Keller. Sie fickt die Kunstszene, während sie für ihre nächste Ausstellung Gelnageldesignerinnen und Massagestühle auftreibt. Aus den ausbeuterischen Regelwerken des Kreativbetriebs gibt es kein Entkommen, doch M. schreibt das Spiel neu. Sie wird selbst zur strippenziehenden Regisseurin und erklärt ihren Sex zum Schauplatz eines Kampfes um Macht und Anerkennung. »M.«, der Debütroman von Anna Gien und Marlene Stark, ist das Protokoll einer Ermächtigung. Das übermütige Psychogramm eines Lebens zwischen Neuköllner Clubs, Hochglanzgalerien und der bayerischen Provinz.

Routen auf google.map anzeigen

Aktuelle Events in: Literatur

[Fancy_Facebook_Comments]