Literatur

Reformbühne Heim & Welt: mit Sedlmeir, Michael Sailer

Reformbühne Heim & Welt: mit Sedlmeir, Michael Sailer
2017 Volksbühne Berlin | general_use

Anfang der Nullerjahre wurde der Gonzo-Rock’n’Roll von Sedlmeir begründet und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Ähnlich wie beim Gonzo-Journalismus ist die Konvention kein Kennzeichen des Gonzo-Rock’n’Roll. Stattdessen stellt der Gonzo-Rock’n’Roller seine eigene Interpretation in den Vordergrund. Er singt radikal subjektiv, mit starken Emotionen und absichtlichen Übertreibungen. Die Grenze zwischen Realität und Fiktion kann dabei verschwimmen. Sarkasmus, Schimpfwörter, Pseudo-Fakten, Dada, Humor und Zitate werden als Stilelemente verwendet. Nach musikwissenschaftlichen Kriterien handelt es sich beim Gonzo-Rock’n’Roll nicht nur um eine Musikform, sondern um Kunst. Als Vorläufer seines Gonzo-Rock’n’Roll nennt Sedlmeir Bands wie z.B. Trio, Kraftwerk und die Ramones. Fest steht das Eine: Jede Wahrheit ist nur eine vorübergehende Wahrheit. Und ob das so stimmt, weiß letztendlich auch niemand. Michael Sailer schlägt am liebsten „Schwabinger Krawall“. Der Münchener Autor hat unter diesem Titel jahrelang für die Taz aus dem Soziotop Schwabing berichtet, wo er selbst längst eine Legende ist, fest verschmolzen mit dem „Vereinsheim“, dem Underground-Künstlertreff neben der Münchener Lach- und Schieß-Gesellschaft, wo er die wöchentliche Lesebühne „Schwabinger Schaumschläger“ ebenso liebevoll betreut wie den Tresen.

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