Literatur

Solidarität

„Vorwärts und nie vergessen, die Solidarität!“ Auf Gewerkschaftskongressen und Zusammenkünften kämpferisch gestimmter Linker wird Hanns Eislers Arbeiterlied immer noch gern gesungen. Den zentralen Stellenwert wie im 19. Jahrhundert hat der darin beschworene Slogan im Zeitalter der entfesselten Individualität freilich nicht mehr. Was kann er heute bedeuten? Der Kasseler Soziologe Heinz Bude fasst Solidarität nicht allein als ökonomischen Begriff auf. In seinem jüngsten Essay unternimmt er eine Reise in die Begriffsgeschichte der Solidarität und will seine Bedeutung als unerschlossene Ressource im alltäglichen Zusammenleben ausloten.

Solidarität
Heinz Bude | imago images, Gerhard Leber

"Vorwärts und nicht vergessen, die Solidarität!“ - noch immer erklingt das "Solidaritätslied" von Bertolt Brecht und Hanns Eisler, wenn eine Gewerkschaft nach Zusammenhalt ruft oder linke Gesinnungsgenossen zu schwelgen beginnen. Doch welchen Stellenwert hat die Solidarität noch im Zeitalter der Individualisierung und Selbstverwirklichung? In "Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee" sieht der Kasseler Soziologe Heinz Bude großes Potenzial für die etwas aus der Mode gekommene Tugend der Arbeiterklasse.

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