Literatur

Vierzehn Tage – Sommernovelle

Vierzehn Tage – Sommernovelle
2017 Volksbühne Berlin | general_use

Die Sonne scheint permanent, der Himmel ist immer blau, genau wie im etwas unheimlichen Dauer-Sommer 2018. Doch der Mittvierziger Postmann in Brüns „Vierzehn Tage - Eine Sommernovelle“ weiß seinen zweiwöchigen Urlaub nicht so recht zu nutzen. Während er sich treiben lässt, aufs Land fährt und eine Affäre mit einem Spanier beginnt, kreisen im Kopf die Erinnerungen an das West-Berlin der 68er herum, ebenso wie die Frage, ob er je seine Küche renovieren wird. Eintritt 8 Euro.

„Vierzehn Tage“ erzählt eine melancholische Episode aus dem Leben eines Berliner Mittvierzigers in der immer die Sonne scheint, der Himmel blau und hoch ist und das Leben nicht einfach. Er arbeitet bei der Post, hat zwei Wochen frei und weiß nichts mit sich anzufangen. Also lässt er sich treiben, trifft Bekannte, fährt ein paar Tage aufs Land und beginnt eine Affäre mit einem jüngeren Spanier. Seine ständigen Begleiter sind Erinnerungen an frühere Zeiten: an das Westberlin der 80er, an alte Ideale und Kämpfe, an eine Jugend, die hinter ihm liegt. Holger Brüns widmet sich den großen und kleinen Fragen des Älterwerdens: Was ist aus dem Leben geworden, von dem ich einmal geträumt habe? Was geschieht mit mir, während sich die Welt um mich herum verändert? Warum ist das alles so langweilig? War’s das jetzt? Und werde ich jemals meine Küche renovieren? Holger Brüns, Schauspieler, Regisseur und (Lebens-)Künstler ist seit über zwanzig Jahren seltener aber regelmäßiger Gast im Roten Salon mit verschiedenen Leseprogrammen. Hier nun erstmals mit Selbstgeschriebenem. Nach „Olfen – Reise ins internationale Freundschaftslager“ und „Oderbruchbuch – Aufzeichnungen aus dem ereignislosen Leben“ seinem dritten Buch, das im Verbrecherverlag erscheint.

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