Tagestipp

Ball im Savoy

Ball im Savoy
Ball im Savoy | Iko Freese / drama-berlin.de

Paul Abrahams „Ball im Savoy“ (1932) wurde jahrzehntelang nicht aufgeführt. Zwar gab es in den 50er-Jahren peinliche Versuche, den Stoff um ein zerstrittenes Paar in Nizza für die Leinwand zu modernisieren, aber erst 2013 wagte sich der Intendant der Komischen Oper, Barrie Kosky, an die Neuinsze-nierung. Die Wiederaufnahme der Jazz-Operette arbeitet historisch genau. So gerät sein „Ball im Savoy“ mit Foxtrott- und Jazz-Anleihen grell, bunt und bisweilen überzeichnet, aber stets unterhaltsam – und ist mit Dagmar Manzel und Katharine Mehrling exzellent besetzt.

Das 1932 in Berlin (mit dem Orchester des Metropol-Theaters) uraufgeführte Meisterstück aus der Feder des jüdisch-ungarischen Komponisten Paul Abraham, eine schillernde Revue rund um Liebe, Sex und Paso Doble, erlebte 80 Jahre nach der Uraufführung seine Wiedererweckung in der Behrenstraße. Als mitreißende Mischung aus Berliner Jazz, ungarischem Csárdás, wienerischem Schmelz und jiddischem Klezmer erzählt Ball im Savoy eine verrückte Geschichte rund um ein frisch vermähltes Society-Paar, dessen Treue auf die Probe gestellt wird. Ein funkelndes Spektakel, und mittendrin drei der großen Operetten-Diven unserer Tage: Dagmar Manzel, Katharine Mehrling und Helmut Baumann.

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