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Don Quichotte

Don Quichotte
Bei den Proben zu DON QUICHOTTE | Bernd Uhlig | general_use

Die in die Jahre gekommene Titelfigur kämpft gemeinsam mit dem Knappen Sancho Pansa gegen Windmühlen und sinistre Räuber. Respekt und Anerkennung bleiben dem „Ritter von der traurigen Gestalt“ jedoch auch in den letzten Lebensjahren verwehrt. Der schwedische Regisseur Jakop Ahlborns inszeniert Jules Massenets Spätwerk aus dem Jahr 1910, das heute zu den weniger aufgeführten Opern des Komponisten gehört.

Jules Massenet hat mit „Don Quichotte“ einem Stoff der Weltliteratur auf der Opernbühne ein musikalisches Denkmal gesetzt. In der Welt des Titelhelden ist alles möglich, dort werden Windmühlenflügel zu Riesen, er nimmt es mit einer Horde Banditen auf und die schöne Dulcinea erwidert seine Liebe. Doch der „Ritter von der traurigen Gestalt“ muss erkennen, dass seine Träume in der Realität der anderen keinen Platz finden. Die „Comédie heroique“, 1910 in Monte Carlo uraufgeführt, ist Massenets vorletzter Beitrag zum Musiktheater und in mehrfacher Hinsicht ein Werk über das Alter und den Tod: Der 68-jährige Komponist war selbst von Krankheit gezeichnet und brachte im Bett liegend die Noten aufs Papier.

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