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Die Orestie

Die Orestie
Probenmotiv Vincenzo Laera | general_use

Schon sportlich von der Volksbühne, unter Corona-Bedingungen solch ein Ensemblestück zu wagen. Schauspieldirektor Thorleifur Örn Arnarsson bringt mit „Die Orestie“ nach „Eine Odyssee“ (mit der er die vergangene Spielzeit eröffnete) erneut einen antiken Stoff auf die Bühne. Das Aischylos-Epos ist in West-Berlin mit Peter Steins dreiteiliger Neun-Stunden-Inszenierung von 1980 legendär, Arnarsson hat eine eigene Fassung des Vendetta-Stoffs erstellt und fragt sich, ob „es einen Ausweg aus diesem Kreislauf von Gewalt und Blutrache“ gibt. Antike Stoffe bilden in dieser Spielzeit einen Schwerpunkt an der Volksbühne.


Informationen des Veranstalters

Die Orestie des Aischylos, bestehend aus den drei Teilen „Agamemnon“, „Choephoren“ und „Eumeniden“, ist die erste überlieferte Tragödientrilogie und entstand kurz nach politischen Umwälzungen in Athen hin zur weltgeschichtlich ersten demokratischen Staatsordnung. Agamemnon, Anführer des griechischen Heeres im Trojanischen Krieg, kehrt, nachdem er seine Tochter Iphigenie für die Unterstützung der Götter geopfert hat, nach langen Jahren nach Hause zurück und wird durch seine Gattin Klytaimestra ermordet. Dies sühnt ihr Sohn Orest und tötet seine Mutter. Dieser Kreislauf aus Mord und Rache führt ihn schließlich vor ein Bürgergericht und endet durch göttliches Eingreifen mit einem Freispruch. 

Mit prüfendem Blick auf unsere Gesellschaft verhandeln und hinterfragen sich Szenarien von Gewalt und Macht, der Gewalt des Staates und jedes Einzelnen in einem grundsätzlichen Aufeinanderprallen von Standpunkten und Werten. 

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