Bühne/Schauspiel

Tod in Venedig

Tod in Venedig | Marcus Lieberenz

Benjamin Britten ist wohl der einzige britische Komponist, der auf deutschen Opernbühnen präsent ist. Nach den erfolgreichen Produktionen von „Peter Grimes“ und „Billy Budd“ setzt die Deutsche Oper ihren verdienstvollen Britten-Zyklus mit dessen letzter Oper „Tod in Venedig“, nach der gleichnamigen Novelle von Thomas Mann, fort. Regie führt Altmeister Graham Vick. In der Rolle des todessehnsüchtigen Gustav von Aschenbach gibt der englische Tenor Paul Nilon sein Debüt an der Deutschen Oper. Am Pult GMD Donald Runnicles. Eintritt 22-79 Euro.

Die letzte Oper von Benjamin Britten ist seine persönlichste. Nicht nur die autobiografischen Linien, die in Thomas Manns Figur des alternden Schriftstellers Gustav von Aschenbach hineinweisen, machen das Werk so außergewöhnlich, sondern auch die Umstände der Entstehung sind untrennbar mit der Thematik verwoben. Komponierend suchte Britten dem Tod zu entrinnen, den er unausweichlich auf sich zukommen sah: mit dem Vorwand, das Werk erst zu Ende bringen zu müssen, schob er eine dringend notwendige Herzoperation immer weiter hinaus.

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