Ausstellung/Museen

Baracke 13. Alltag im Lager

Baracke 13. Alltag im Lager
Blick auf "Baracke 13" | Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, Foto: Matthias Steffen

Baracke 13 gehörte zu den ersten Gebäuden des Lagers, die ab 1943 errichtet wurden.

Zwischen 1944 und 1945 waren dort italienische Militärinternierte und Zivilarbeiter untergebracht. Davon zeugen zahlreiche Inschriften mit Namens- und Datumsangaben, die im Keller des Gebäudes zu besichtigen sind. Sie sind die einzigen direkten Zeugnisse der Zwangsarbeiter dieses Lagers.

Nach Kriegsende nutzte die Rote Armee die Baracke kurzzeitig als Materiallager. In den folgenden Jahren zogen verschiedene Werkstätten ein. Unter anderem unterhielt hier der Volkseigene Betrieb (VEB) Kühlautomat eine Ausbildungswerkstatt. Ab 2003 diente das Gebäude zur Aufbewahrung von Antiquitäten und Baustoffen. Trotz der unterschiedlichen Nachnutzungen weist diese Baracke im Vergleich zu den anderen die meisten Spuren aus der NS-Zeit auf. Sie wurde daher 2008 vom Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit übernommen und als Unterkunftsbaracke behutsam restauriert und konserviert.

Neben den historischen Inschriften im Keller veranschaulichen Zitate von Zwangsarbeitern ihre alltägliche Lebenssituation im Lager, die geprägt war von Enge, Hunger, mangelnder Hygiene und Verzweiflung.

Die Ausstellung ist nur im Rahmen von Führungen und gesonderten Öffnungstagen zugänglich.

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