Kunst

Nach der Flucht: Wie wir leben wollen


Informationen des Veranstalters

Weltweit sind immer mehr Menschen auf der Flucht. Sie suchen Schutz vor politischer Verfolgung, Krieg, Diskriminierung, Naturkatastrophen und Armut. 2015 und 2016 hat Deutschland über eine Million Flüchtlinge aufgenommen. Hier sind sie vorerst in Sicherheit. Doch wie geht es für sie weiter? Die Ausstellung informiert über die deutsche Flüchtlingspolitik und Aufnahmepraxis und zeigt, unter welchen rechtlichen, politischen und sozialen Bedingungen Geflüchtete derzeit leben.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Menschen, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind. In Filminterviews berichten ein Iraner sowie Familien aus Afghanistan, Syrien und Tschetschenien kurz nach ihrer Ankunft 2012 vom Verlassen der Heimat und von ihren Hoffnungen für die Zukunft. 2016 begegnen wir ihnen erneut und erfahren, wie sie die Herausforderungen des Neuanfangs bisher gemeistert haben. Fühlen sie sich angekommen im neuen Land? Welche Möglichkeiten haben sich ihnen geöffnet, und an welche Grenzen stoßen sie?

Ausgehend von den Geschichten der Geflüchteten lenkt die Ausstellung den Blick auf die Aufnahmegesellschaft: Wie reagieren Politik, Medien und Bevölkerung auf die Zuwanderung? Die Ausstellung spiegelt die kontroversen Debatten zwischen Aufnahme und Abwehr, Diskriminierung und Integration. Sie thematisiert verschiedene Konzepte von Zugehörigkeit und hinterfragt den Umgang mit Zahlen und Sprache. An interaktiven Stationen können die BesucherInnen eigene Vor- und Einstellungen reflektieren.

In den „Wunschwelten“ sind alle BesucherInnen eingeladen, ihren Visionen vom Zusammenleben Ausdruck zu verleihen. Mit verschiedenen Materialien können sie dort einen Ort erschaffen, der alle Voraussetzungen erfüllt, um gut miteinander zu leben.

Stiftung Berliner Mauer in Kooperation mit dem Internationalen Bund, gefördert vom Land Berlin (Senatsverwaltung für Kultur und Europa), der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Land Berlin, unterstützt vom Förderverein der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde.

Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist bis Sommer 2018 zu sehen.

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