Literatur

Gegen Morgen

Wie lebendig kann ein Leben in einer Gesellschaft sein, in der die Beziehungen lose sind und die Ausgeschlossenen vergessen werden? In Deniz Utlus neuem Roman „Gegen Morgen“ sucht Kara, ein Anfang dreißigjähriger Ökonom, nach einem verschwundenen Freund und den Gründen des Vergessens. Er erzählt dabei die Geschichte einer Gesellschaft, in der es oft nur um Kosten und Nutzen geht und Solidarität auf der Strecke bleibt. Deniz Utlu stellt seinen Roman im Gespräch mit dem Lyriker und Essayisten Max Czollek vor, der sich in seinem neuen Gedichtband „Grenzwerte“ auf die Suche nach einer dichterischen Form der Gegenwartsbewältigung macht. Ausgehend von ihren literarischen Arbeiten denken die Autoren zusammen darüber nach, in was für einer Gesellschaft wir leben möchten und was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Zum Ausklang der Veranstaltung laden wir zu Wein und Brezeln ein. Der Eintritt ist frei. Deniz Utlu, 1983 in Hannover geboren, schreibt Romane und Essays. Der studierte Volkswirt arbeitet am Deutschen Institut für Menschenrechte unter anderem zu den Widersprüchen von menschenrechtlicher und unternehmerischer Rationalität. Im Maxim Gorki Theater kuratiert er die Literaturreihe Prosa der Verhältnisse. 2014 veröffentlichte er seinen ersten Roman „Die Ungehaltenen“. Sein zweiter Roman „Gegen Morgen“ erschien im September 2019. Max Czollek, 1987 in Berlin geboren, schreibt Lyrik und Essays. Der promovierte Politologe veranstaltete die „Radikalen Jüdischen Kulturtage“ im Maxim Gorki Theater und veröffentlichte 2018 den vielbeachteten Essay „Desintegriert euch!“. 2019 hat er das Praxishandbuch „Social Justice und Diversity“ herausgegeben. Im selben Jahr erschien sein dritter Lyrikband „Grenzwerte“. Anmeldung:

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