Berliner Museen

Extreme bei Humboldt

Wie es im rekonstruierten Hohenzollern-Schloss zugehen soll, zeigt ein transdisziplinäres Wissenschaftlerteam in der Humboldt-Box

Humboldt-Box erster Stock, Kinderraum. Foto: ZITTY

Wetterphänomen el Nino und der Klimawandel: Kinderabteilung in der Humboldt Box. Foto: ZITTY

Na bitte, es geht doch. Lang waren die Irrwege der Staatlichen Museen und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) Richtung Humboldt-Forum. Doch zwei Jahre vor geplanter Fertigstellung des Museumskomplexes am Schlossplatz haben die Gründungsintendanten Neil Mac­Gregor, Horst Bredekamp und Hermann Parzinger im Beisein einer wohlwollenden Kulturstaatsministerin jetzt nahezu revolutio­näre Pläne für das gemeinsame Haus von Ethnologischem Museum und Museum für Asiatische Kunst öffentlich gemacht:  Aufarbeitung der Kolonialzeit, Provenienzforschung, Studiensaal und Beteiligung hiesiger Sammlungen und Forschungseinrichtungen.
Wie das aussehen kann, soll eine erste Probeschau in der Humboldt-Box zeigen. Alexander von Humboldts Aufzeichnungen der südlichen Meeresströmungen dienen als Startpunkt für eine multimediale Schau, die Natur und Kultur, völkerkundliche Objekte und Nachrichten von dem Strömungs- und Wetterphänomen El Niño sinnvoll zusammenbringt. Möglich gemacht haben diese zeitgemäße Weltkunde Wissenschaftler aus Häusern wie dem Naturkundemuseum und dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Von der SPK muss es nun heißen: Und sie bewegt sich doch.

Bis 26.2.2017: Humboldt Box, Schlossplatz 5, Mitte, Mo–So 10–19 Uhr, 24. + 31.12. geschl., Eintritt frei

 

 

Weitere Ausstellungen über die Feiertage:

Hieronymus Bosch in der Gemäldegalerie

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