Symposium und Ausstellung

f*******, Towards New Perspectives on Feminism

Kirsten Palz hat sich ein Auftragswerk ausgedacht: eine „neutrale Skulptur“.  Das ist eine Idee, aufgeschrieben auf  einem Blatt ­Papier: für eine Skulptur, die ­weder aus organischem noch aus anorganischem Material gefertigt ist und die nichts mit ihrem Erschaffer zu tun hat. Wahrscheinlich ist diese Idee niemals zu realisieren. Kirsten Palz, die sich „nie so mit Feminismus beschäftigt hat“, wie sie sagt, führt ein Paradox vor: Wie die Suche nach etwas Neuem, das alle bisherigen Ansätze und Materialien hinter sich lässt, Möglichkeiten zunichte macht. „The Neutral Sculpture“ wird am ersten Februarwochenende im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) zu sehen sein, wenn dort das Symposium „f*******, Towards New Perspectives on Feminism“ stattfindet. Wobei der Titel offen lässt, was hier das F-Wort ist.

Palz Beitrag diene als „Sinnbild“ für die Veranstaltung, sagt Initiatorin Bettina Springer, Mitbetreiberin des Berliner Kunstraums ­Espace Surplus. Sinnbild insofern, weil das Symposium zu einem besseren Image des Femi­nismus beitragen soll. „Der Feminismus hat seine Nischen gefunden“, sagt Springer – jenseits davon spiele er jedoch kaum eine Rolle. Das dreitägige Symposium gliedert sich in fünf Ge­sprächs­runden zu ­The­men wie „Femi­nis­mus und Neue Männlichkeit“ und ­„Gender Politics in der Kunstwelt“. Es dis­kutie­ren meist Wissenschaftlerinnen und Autorinnen, darunter die Ökonomin Claudia Gather.

Die Künstler und Künstlerinnen, in den ­Gesprächen meist nicht vertreten, bekommen ihr eigenes Forum. So zeigt Kirsten Palz im Schaufenster des Neuen Berliner Kunstvereins Arbeiten, die „The Neutral Sculpture“ ähneln. Außerdem beginnt mit dem Symposium eine thematisch anschließende Gruppen­ausstellung mit Arbeiten von Ingo Gerken, Timo Klöppel und Isa Melsheimer im Kunstraum Espace Surplus eine Straße weiter. 

Alle Veranstaltungen zum Symposium hier.

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