Drama

Fences

Denzel Washington wagt einen Blick zurück im Zorn

ZITTY-Bewertung: 5/6

Bereits 1987 gewann der schwarze US-Dramatiker August Wilson den Pulitzer-Preis für sein Bühnenstück „Fences“. Hauptfigur ist ein im Pittsburgh der 1950er-Jahre lebender schwarzer Familienvater mittleren Alters, der die in seinem Leben erfahrenen rassistischen Kränkungen so verinnerlicht hat, dass er sich immer stärker zum Familientyrannen entwickelt.

Denzel Washington verkörpert in der von ihm inszenierten Verfilmung den früher in der „Negro League“ erfolgreichen Baseballspieler Troy Maxson, der es aufgrund seiner Hautfarbe jedoch nie in die Major League schaffte und heute bei der Müllabfuhr arbeitet. Mit seiner Familie bewohnt er ein Häuschen; ein hart arbeitender Mann der unteren Mittelschicht. Das unstete Leben seines Sohnes als Jazzmusiker missbilligt er, dem jüngeren Sohn verwehrt er die Karriere als Sportler: Für Troy hat das keinen Sinn, die Lebensperspektiven der Schwarzen würden sich nie -ndern. Er blickt zurück im Zorn, die Söhne blicken in die Zukunft.

Fences Foto: Paramount Pictures.

Aus der Herkunft vom Theater macht der Film keinen Hehl: Die Szenen spielen überwiegend im Haus und am Gartenzaun, die Anzahl der Figuren bleibt überschaubar, der Dialog dominiert. Washington setzt zu Recht auf die Stärke des Stücks und die Schauspieler und schafft eine unspektakuläre Umgebung, in der sie zur Geltung kommen. Für Washington und Viola Davis als Troys Frau gab es eine Oscar-Nominierung.

USA 2016, 139 Min., R: Denzel Washington, D: Denzel Washington, Viola Davis

Fences

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