Kindermusiktheater

Ferdi und die ­Feuerwehr

Gelungenes Singspiel über Mut, Enkel und Opis

Alessandro N. Pacino, Hans-Georg Pachmann – Foto: Jörg Metzner

Eine ausfahrbare Leiter und einen besonders langen Schlauch hat Ferdis Lieblingsspielzeug: das Feuerwehrauto, das ihm sein Opa geschenkt hat. Aber wo ist es nur geblieben? Ferdi (Alessandro Nania Pacino) hat schon die ganze Wohnung auf den Kopf gestellt und kann es nicht finden. Zum Glück kommt der Opa (Hans-Georg Pachmann) persönlich zu Besuch, als die Eltern auf einen Shopping-Trip aufbrechen. Beim gemeinsamen Spiel lässt sich ein aufgerollter Teppich zum Schlauch umfunktionieren; statt auf die Leiter klettert der Opa auf den Stuhl. Als er von diesem herunter fällt, muss Ferdi tatsächlich die 112 rufen.

Wie Spiel und Wirklichkeit sich überschneiden, Spaß und Ernst ineinander übergehen, das arbeitet die Inszenierung sorgfältig heraus. Dem jungen Publikum bleibt kurz mal der Atem weg, wenn der Opa zum Krankenwagen humpeln muss. Aber keine Sorge: Nach einer sehr liebevoll gestalteten Krankenhausszene geht alles gut aus.

Für Stimmung sorgen ohnehin die von Atze-Chef Thomas Sutter komponierten, musikalisch anspruchsvollen Songs, die trotzdem Ohrwurm-Potential haben. Die Musiker begleiten das Geschehen als eine Art gute Geister, die neben Ukulele oder Posaune auch mal das Klebeband zücken, wenn es von Ferdi und Opa gebraucht wird. TERESA SCHOMBURG

9.11., 10.30 Uhr, 10.11., 14 Uhr, Atze Musiktheater, Luxemburger Str. 20, Wedding, Regie: Matthias Schönfeldt; mit Alessandro Nanio Pacino, Hans-Georg Pachmann, Mathieu Pelletier, u.a., ab 4 Jahren, Eintritt 10 €