Animationsfilm

Ferdinand

Die bereits 1936 erschienene Geschichte „Ferdinand der Stier“ des amerikanischen Autors Munro Leaf gehört weltweit zu den großen Klassikern der Kinderliteratur. Dazu trägt auch die pazifistische Grundhaltung der Story nicht unwesentlich bei: Der große und starke Stier denkt gar nicht daran, in der Arena auf Toreros loszugehen. Lieber riecht er an bunten Blumen und sinniert unter einer Korkeiche über das Leben.

Äußerst friedliebend: der Stier Ferdinand
Foto: Fox

Bei Disney gab es „Ferdinand“ 1938 schon einmal als animierten Kurzfilm, was dem nicht allzu üppigen Buch durchaus entsprach. Insofern muss die Neuverfilmung durch Carlos Saldanha („Ice Age“, „Rio“) schon so einiges zum Klassiker hinzuerfinden, um auf einen anderthalbstündigen Spielfilm zu kommen. Wer absolute Werktreue verlangt, wird also enttäuscht werden, doch immerhin erhält der Film den Geist der Vorlage in einem Punkt: Es bleibt die Botschaft, dass es sich lohnt, für seine Überzeugungen einzutreten und ­dabei auch gegen den Strom zu schwimmen.

Die Figuren sind recht charmant und ­viele der Situationen, in die Ferdinand auf seiner unfreiwilligen Reise in die Stierkampfarena gerät, durchaus lustig. Doch der Aufbau der Story ist mit allerlei Verfolgungsjagden und Rettungsaktionen dann doch zu schematisch und überraschungsfrei, um restlos zu überzeugen.

USA 2017, 96 Min., R: Carlos Saldanha, Stimmen OF: John Cena, Kate McKinnon, David Tennant

https://www.zitty.de/event/animation/ferdinand-geht-stierisch-ab/

Facebook Kommentare

[fbcomments]