Der Test

Feuer machen im SurviCamp

Warum das denn?

Im SurviCamp am Nordufer des Plötzensees lassen sich Überlebensstrategien trainieren. Und wer weiß, vielleicht ist die Zombie-Apokalypse ja näher, als man denkt. Oder der Strom fällt aus, oder man stürzt mit einem Flugzeug ab. Es kann ja so allerhand passieren. Also auf zum Training.

Wie war’s?

Funken sind schon da…
Foto: Lena Gannsmann

Zusammen mit anderen Teilnehmer*innen stehe ich auf aus Beton gegossenem Boden. Uns gegenüber: Benjamin Arlet, Geschäftsführer von SurviCamp. Umgeben sind wir von Birken. Wie wir lernen, hat schon Ötzi, der Mann aus dem Eis, den Zunderschwamm, einen mit Birken in Symbiose lebenden Pilz, als Anzünder verwendet. Das werden wir auch tun. Aber vorher lernen wir die Grundlagen des Feuermachens. In meiner rechten Hand halte ich ein Stück Eisen. In meiner linken einen Stab aus Auermetall, der Legierung, aus der auch die Zündsteine von Feuerzeugen gemacht sind. Ich halte den Auermetall-Stab an seinem Plastikgriff mit Daumen und Zeigefinger fest und ratsche mit der scharfen Kante des Eisenstückes Späne ab. Das Auermetall ist weich und nachgiebig. Sofort fliegen Funken. Dann entzünde ich damit aufgedröselte Wattepads. Sie sind trocken und haben eine große Oberfläche. Dann wird der Schwierigkeitsgrad erhöht, jetzt gilt es, zusammengeknülltes Küchenkrepp zu anzuzünden. Diesmal gibt Arlet aber noch Magnesiumspäne hinzu. Das beschleunigt den Brennprozess. Von Arlet angeleitet entfachen wir schließlich ein Signalfeuer mit Zunderschwamm. Damit könnten wir zum Beispiel Flugzeuge auf uns aufmerksam machen.

SurviCamp, Nordufer 26, Wedding, survicamp.de