Berlin

Fische gucken an der Giftpfütze

Protest zur feierlichen Unterschrift des Wasserpark-Vertrages zwischen dem Bezirk Lichtenberg und Investor Coral World (auf Boot Solon im Hintergrund)

 

Die Firma Coral World baut Aquarien. Beispiele stehen in Australien, Spanien, Israel und den USA. Man kann dort Fische gucken oder mit Seelöwen schwimmen. Der neueste Ableger ist in Berlin geplant, mit dazugehörigem Hotel. Zynischerweise an der Rummelsburger Bucht, dem giftigsten Gewässer der Stadt. Der Boden des ehemaligen Spreearms ist hochgradig mit Quecksilber und anderen Schwermetallen belastet. Ändern wird sich das erstmal nicht. Zwar gibt es drei Versuchsfelder, in denen getestet wird, wie man die Sedimente auf dem Boden halten könnte, doch den ganzen See mit den getesteten Blähtonmatten auszulegen, ist fern jeder Finanzierbarkeit. Der Bezirk Lichtenberg, zu dem die Hälfte der Bucht gehört, hat ja nicht einmal genug Geld, seine Grünanlagen in Schuss zu halten und ist deshalb hoch dankbar, dass der Investor sich verpflichtet hat, auf dem Aquariumsgelände auch einen Park anzulegen und instand zu halten. Gerade wurde der Vertrag zwischen Bezirksamt und Coral World unterschrieben, obwohl die Bezirksverordnetenversammlung den Bebauungsplan noch nicht abgesegnet hat.

 

Gegendemo