Blumige Aussichten:

Fit und mit tierischer Freude in die warme Jahreszeit

Sommer, Sonne und viel Spaß: Auch Hunde freuen sich aufs Toben bei schönem Wetter. Foto:© santypan – fotolia.com (#141773918)

In den Sommermonaten wenn draußen gutes Wetter herrscht sind unsere vierbeinigen Begleiter kaum drinnen zu halten. Sobald die Sonne in der Schnauze kitzelt freuen sie sich auf Spiel und Spaß auf blühenden Wiesen. Was muss in Berlin beachtet werden und was können Sie tun, um Ihrem Vierbeiner einen gesundheitsbewussten Start in die heiße Saison zu bescheren?

Tipps für das tierische Outdoor-Vergnügen

Egal, ob Welpe oder ausgewachsener Hund, wenn die Temperaturen wieder steigen und alles anfängt zu blühen, gibt es für die Vierbeiner einiges zu entdecken und zu erschnüffeln. Die Fellnasen genießen die warmen Sonnenstrahlen und freuen sich über die Farbpracht der Blumen. Doch als Herrchen oder Frauchen müssen Sie auch einiges beachten, damit die Hunde den Sommer richtig genießen können.

Frühjahrsmüdigkeit loswerden: Tageslicht hilft

Auch dem Hund fällt die Umstellung von Kalt auf Warm schwer. So leiden die Vierbeiner ebenfalls unter Frühjahrsmüdigkeit und müssen nach dem kalten Winter erst einmal wieder fit werden. Grund für die Frühjahrsmüdigkeit ist auch bei ihnen das schlaffördernde Hormon Melatonin, das im Winter verstärkt ausgeschüttet wird. Im Frühling reduziert sich das Melatonin und die Produktion von Serotonin steigt an. Hilfreich gegen die Frühjahrsmüdigkeit sind beispielsweise Aromatherapien, farbiges Licht sowie Tageslicht und ausgiebige Spaziergänge. Eine gesunde Ernährung hilft dem Vierbeiner, schnell wieder zu Kräften zu kommen. Auch der Hund muss erst einmal seine Kondition wieder aufbauen und ist zu dieser Zeit oft schneller erschöpft als gewöhnlich. Er sollte nicht überanstrengt werden. Zudem haben auch die Hunde manchmal mit Winterpfunden zu kämpfen. Ein Diätplan kann helfen, zur Frühjahrsfigur zu gelangen.

Nicht nur abgestimmt auf das Wetter: Was ist bei der Gassistrecke zu beachten?

 Trotz ihrer Größe ist Berlin eine grüne Stadt und bietet auch für Zweibeiner abwechslungsreiche Ausflugsmöglichkeiten zur alltäglichen Gassirunde. Die schönsten Ecken für ausgedehnte Spaziergänge sind in diesem Artikel zusammengefasst.

Die Länge des Spaziergangs ist nicht zwangsläufig von der Jahreszeit abhängig. Welche Ansprüche der Hund jeweils an seinen Auslauf stellt, ist unter anderem abhängig von der Rasse, der Größe und dem Alter des Tiers. Es gibt jedoch keine Tabelle, in der genaue Zeiten pauschal für jeden Hund festgelegt sind. Kleine Hunderassen – jedenfalls Zwerghunde bis zu 35 Zentimetern – brauchen etwa drei bis fünf Spaziergänge à 15 bis 30 Minuten am Tag. Während sich große Hunde meist mit zwei Spaziergängen (je eine Stunde) auskommen. Aber hat das Tier aufgrund seines Alters Gelenkbeschwerden oder einfach eine geringe Fitness, sollte keine Überforderung entstehen. Über die Dauer und Häufigkeit täglicher Gassirunden kann mit dem Tierarzt gesprochen werden. Doch die ganz neuen Düfte, die in der warmen Jahreszeit auf den Hund warten, sollten genossen werden. Daher sind ausgiebige Schnüffelspaziergänge zu empfehlen, bei dem der Vierbeiner an den blühenden Blumen riechen kann. Ab dem Frühjahr können die Gassirunden also gut wieder länger werden.

Gruppenzwang der besonderen Art: Bello führt einen oft an die schönsten, oftmals unbekannten Orte und nicht selten zu interessanten Menschen. Foto: © Peter – fotolia.com (#155811403)

Das Wetter kann bei uns auch im Sommer mitunter sehr wechselhaft sein. An sehr warmen Tagen solle die Gassirunde am besten noch in den Morgen oder den frühen Abend gelegt werden, damit es dem Vierbeiner nicht zu warm wird. Da Hunde nicht schwitzen können, regulieren sie ihre Körpertemperatur über das Hecheln. Kreislauf und Körpertemperatur sind sehr sensibel – bei den ersten heißen Tagen braucht der Organismus des Hundes eine Weile, um sich auf die wärmere Jahreszeit einzustellen.

An kühleren Tagen kann es auch im Frühsommer noch passieren, dass der Hund auskühlt und sich eine Erkältung zuzieht. In einem regenreichen Sommer kann ein Regenmantel vor der Nässe schützen. Da sich aber nicht jeder Hund gleichermaßen begeistert vom „Zweitfell“ zeigt, sollten Sie mit Ihm zusammen in der Tierhandlung verschiedene Modelle anprobieren. So lässt sich die passende Größe leichter bestimmen.

Schmetterlinge im Bauch: Frühlingsgefühle pur

Auch Hunde haben Frühlingsgefühle und Schmetterlinge im Bauch: Im Frühling haben sie vermehrt Serotonin im Blut und fühlen sich zum anderen Geschlecht hingezogen. Viele Hündinnen werden im Frühjahr läufig und interessieren sich besonders für Rüden. Unkastrierte Rüden zeigen zudem Interesse an läufigen Hündinnen. Im Frühling kann es daher passieren, dass der Vierbeiner mal versucht, auszubüxen. Zudem fressen Hunde in der Zeit schlecht – bekanntlich lässt es sich ja auch gut von Luft und Liebe leben. Wichtig ist es darauf zu achten, dass der eigene Rüde die Hündinnen nicht zu sehr belästigt oder Streit mit anderen Rüden anfängt.

Sommer: Hunde müssen an die Leine!

 Eine längere Diskussion um die generelle Leinenpflicht in Berlin hat 2017 ein Ende. Mitte des Jahres dürfen auch hier in der Öffentlichkeit die Vierbeiner nur noch an der Leine geführt werden. Mit dem Frühling beginnt für viele Vögel die Brutzeit, Säuger bringen dann ihre Jungtiere zur Welt. Hundebesitzer müssen dies beim Frühlingsspaziergang berücksichtigen. Denn Hunde mit Jagdtrieb sind eine Gefahr für trächtige Wildtiere, bodenbrütende Vögel und Jungtiere. Deshalb ist der Hund bestenfalls immer in Sichtweite zu halten, damit er schnell abruf- und anleinbar ist. Tipps zur Abgewöhnung des Jagdtriebs zeigen, wie die Aufmerksamkeit des Hundes gewonnen werden kann, indem sich unter anderem der Spieltrieb des Vierbeiners zunutze gemacht wird. So entsteht eine engere Bindung und das Vertrauen des Hundes schafft auch in noch so verführerischen Situationen leichtere Abrufbarkeit und Sicherheit.

Fit und gesund mit dem Hund durch die warme Jahreszeit

Auch wenn es richtig warm wird, kann dem Hund noch eine Erkältung zu schaffen machen. Zudem können lästige Insekten oder die Pollen die Gesundheit der Fellnase beeinträchtigen. Damit die Gesundheit des Vierbeiners nicht eingeschränkt wird, können Herrchen und Frauchen sie schützen und Krankheiten vorbeugen.

Zecken, Wespen und Co.: Schutz gegen Insekten

Im Frühjahr und Sommer haben die Zecken Hochsaison. Zum einen bringen Regen und Tau am Morgen die nötige Feuchtigkeit mit. Hinzu kommt die Wärme am Tag. Zecken bevorzugen diese warm-feuchte Umgebung. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Zeckenarten. Die hier Heimischen werden bei Temperaturen um die acht Grad Celsius aktiv. Die Zecken können verschiedene Infektionen übertragen, welche die Gesundheit des Tieres einschränken. Damit die Zecken erst gar keine Chance haben, gibt es spezielle Halsbänder, deren Wirkung auf ein paar Monate beschränkt ist, welche sich aber vor allem für die Herbst- und Frühjahrssaison eignen. Dennoch ist der Vierbeiner nach jedem Spaziergang vorsichtshalber auf Zecken zu untersuchen, denn Sie können Zecken selbst entfernen. Hierbei sollte immer eine Zeckenzange verwendet werden.

 

Zur Vorbeugung vor Parasiten, kann der Hund über mehrere Wochen ein für ihn verträgliches Zeckenhalsband tragen. Foto: © Grubärin – fotolia.com (#115746882)

Auch Insekten wie Bienen und Wespen erwachen im Frühling wieder zum Leben. Die herumfliegenden Tiere wecken den Jagdtrieb des Vierbeiners, sind jedoch eine Gefahr für den Hund: Schnappt er nach Wespen, kann es passieren, dass er in den Mund- oder Rachenraum gestochen wird. Die Folge: Lebensbedrohliche Schwellungen der Atemwege. Daher sollten Herrchen und Frauchen immer darauf achten, dass der vierbeinige Freund gar nicht erst versucht, Insekten zu fangen. Kommt es doch mal zu einem Insektenstich, sollte dieser mit angenehm kühlem Wasser gekühlt werden. Wichtig ist es, den Stachel so schnell wie möglich mit einer Pinzette zu entfernen. Bei Atemnot oder sehr starken Schwellungen heißt es dagegen: Sofort einen Tierarzt aufsuchen!

Pollenallergie: Wenn die Schnüffelnase läuft

Der Hund kann sich ebenso wie sein Halter in auch noch im Frühling einen Schnupfen einfangen, der sich durch Niesen oder eine laufende Nase bemerkbar macht. Jedoch gibt es verschiedene Symptome und Behandlungsoptionen beim Hundeschnupfen. Der Vierbeiner kann sich durch die Kälte oder sogar einen grippalen Infekt beim Menschen anstecken. Natürlich stärkt Frischluft das Immunsystem und das Warmhalten wirkt der Entstehung einer Erkältung entgegen, aber dennoch kann die Schnupfnase besonders bei älteren und gesundheitlich angeschlagenen Vierbeinern schnell entstehen. Die Schleimhäute sind mit ausreichender Flüssigkeit feucht zu halten, dies unterstützt die Selbstheilungskräfte. Zusätzliche Flüssigkeit kann der Hund beim Fressen über aufgeweichtes Trockenfutter zu sich nehmen.

Doch auch Pollenallergien treten bei Hunden häufig auf. Symptome sind unter anderem Juckreiz, Knabbern und Beißen an den Pfoten sowie am Körper, Bindehautentzündungen, tränende Augen, anschwellende Atemwegsschleimhäute sowie Hautausschläge und Pusteln. Die gute Nachricht: Auch für Hunde gibt es Medikamente gegen Pollenallergie, alternativ kann eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden. Sicherheitshalber sollte der Hund nach dem Spaziergang mit einem feuchten Tuch abgewischt werden.

Auch die Feinstaubbelastung kann die Gesundheit der Hunde beeinträchtigen. An manchen Tagen vor allem im Sommer ist die Luft in der Stadt für Mensch und Tier aufgrund der hohen Verkehrsdichte eine Qual. Dann hilft die Flucht in eines der vielen Naherholungsgebiete und Grünzonen in Berlin.

Blumige Aussichten: Giftige Pflanzen als Gefahrenquelle

Achtung: Tulpen und andere Blumen sind giftig und können zu einer Gefahr für Hunde werden! Foto: © Martina Berg – fotolia.com (#27705627)

Auch, wenn das erneute Blühen und Grünen in der warmen Jahreszeit Mensch wie Hund erfreut, ist zu dieser Jahreszeit auch Vorsicht geboten. Denn fast alle Frühjahrsblüher, wie beispielsweise Osterglocken, Maiglöckchen und Tulpen, sind giftig und können somit eine Gefahr für die Hunde darstellen. Das Gleiche gilt auch im Sommer für Hyazinthen, Herzblatt, Ficus-Arten, Rhododendron, Efeu, Rittersporn und Oleander. Kommt es zu einer Pflanzenvergiftung, muss sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Symptome einer Pflanzenvergiftung sind Bauchkrämpfe, Reizungen der Schleimhäute, Erbrechen, Übelkeit, Durchfall, starke Atemfrequenzen und überproportionaler Speichelfluss. Achtung auch vor giftigen Substanzen am Straßenrand. Mancherorts werden achtlos Dinge entsorgt, die den Vierbeinern gefährlich werden können.

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