Netzwerke

Hilfe für geflüchtete Künstler

Konkrete Hilfe: Das Netzwerk Flax unterstützt Künstler im Exil und lädt nun zum Gespräch in die Akademie

Der Abend des 26. Mai wird öffentlich sein: wenn unter anderem die Künstler Norbert Bisky, Natascha Sadr-Haghighian und Nasan Tur darüber sprechen, ob Kunst einen Beitrag zum Kampf gegen Populismus leisten kann. Hintergrund des Podiums ist ein viertägiger Workshop für geflüchtete Künstler, gegeben von Experten für den Kunstbetrieb in Deutschland, die Flax zusammengerufen hat.

 

© Nasan Tur
Nasan Turs Arbeit „Time for Revollusion“ von 2008 wirbt für den Abend mit dem Foreign Local Artistic Xchange in der Akademie der Künste © Nasan Tur

Flax, kurz für „Foreign Local Artistic ­Xchange“, ist ein Netzwerk, das den Austausch zwischen lokalen und neu angekommenen Kulturschaffenden sowie Institutionen fördern soll. Ein „Refugee-Projekt“ seien sie nicht, sagt die Unternehmerin Lanna Idriss, die Flax Ende 2015 gemeinsam mit der Malerin Katharina Grosse und dem Konzeptkünstler Nasan Tur gegründet und seitdem rund 40 weitere ehrenamtliche Mitstreiter gewonnen hat. Es gehe darum, ankommenden Künstlern beim Einstieg und bei ihrer Arbeit im Exil zu unter­stützen. Beispielsweise soll ihnen ein Mentoring-Programm helfen, sich für Universitäten und Stipendien zu bewerben.

Unter den Geförderten finden sich bekannte Kunstschaffende genauso wie Berufsanfänger, die sich mit Mappen und in Gesprächen bewerben. Flax kooperiert unter anderem mit der Klasse für Geflüchtete an der Kunsthochschule Weißensee,  dem Goethe-Institut und der Akademie der Künste, in der nun der Workshop und die Diskussion stattfinden.

26.5., 19 Uhr: Akademie der Künste, Hanseatenweg, Tiergarten, 19 Uhr, Eintritt 6/4 €

 

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