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Fuck Art, Let’s Dance

Fuck Art, Let’s Dance: Scheiß auf die Kunst. Und auf die Welt da draußen erst recht. Hauptsache Party. Auch wenn die Fuck-Off-Attitüde wütend daherkommt – der Indietronic-Sound des Hamburger Quartetts Fuck Art, Lets Dance klang zumindest anfangs weniger krawallig.

Fast filigran hörte sich ihr Debüt „Atlas“ von 2014 an. Der Sänger Nico Cham beschrieb ihren Sound seinerzeit als „Joy Division auf Speed“. Zumindest was die Herkunft der Band angeht, auf die sie sich hier beziehen, ist diese Selbstbeschreibung von FALD tatsächlich treffend: Die mit Synthesizer-Flächen und Stromgitarren angereicherten Beats erinnerten stark an den Madchester-Sound der späten 1980er Jahre. Kein Wunder also, dass sie gerade in Großbritannien mit dieser Mischung einiges an Aufmerksamkeit erregten.

Hierzulande wurden FALD dank ihrer leidenschaftlichen Live-Auftritte eine Weile lang als das nächste große Ding im Indiepop gefeiert – was allerdings nie wirklich eintrat. Vielleicht deshalb gehen sie es auf dem aktuellen Album „Forward! Future!“ etwas ruppiger an. Oder der Schweiß und die Ekstase der vielen Konzerte, die FALD zwischenzeitlich gespielt haben, sind einfach stärker in ihren Sound eingeflossen. So oder so: Ihre Musik ist dadurch leider nicht aufregender geworden. Doch zu ihren Konzerten geht man ja, wie der Name schon sagt, vor allem zum Tanzen.