Pioniergeist ist den beiden Galeristinnen Marion und Roswitha Fricke nicht abzusprechen. Bereits 1997 eröffneten die aus Düsseldorf stammenden Schwestern die erste Galerie in der damals noch recht wüsten Linienstraße. Als es dort voll wurde, zogen sie in größere Räume in der Invalidenstraße, nur um angesichts des Straßenbahnbaus für fünf Jahre hinter Bauzäunen zu verschwinden. Als jetzt die Mieten stiegen, packte die Galerie M+R Fricke noch einmal die Koffer. Und wieder gehtes in ein Quartier, in der die Kunst bislang eher eine Nebenrolle spielt: Im Lauf des Aprils eröffnet sie neue Räume in der Moabiter Beusselstraße.
Dort wird sie ihr bewährtes Programm weitgehend fortführen. Die Galerie vertritt etwa die Scherenschnittkünstlerin Gabriele Basch, den finnische Maler und Installationskünstler Jukka Korkeila und die 1945 geborene Ewa Partum, Altmeisterin der Konzeptkunst.
Die neuen Räume eröffnen soll der Maler Ingo Meller. Dessen raue abstrakte Malerei, bei der die grobe Materialität der Leinwand eine große Rolle spielt, wird bestimmt einen guten Kontakt zum neuen Umfeld der Galerie aufnehmen.
Galerie M+R Fricke, neue Adresse ab 1.4.: Beusselstr. 66, Moabit; Eröffnung der neuen Räume Mitte April, www.galeriefricke.de