Geschichte

Ost-Berlin

30 Jahre nach Mauerfall erzählt der niederländische Museumsdirektor Paul Spies die Geschichte von Ost-Berlin neu

Alltag und Lebensgefühl in der ehemaligen Hauptstadt der DDR wecken auch 30 Jahre nach dem Ende des sozialistischen Staats großes Interesse. Ab dem 11. Mai kommt das Ephraim-Palais im Nikolaiviertel diesem Interesse mit einer Ausstellung in über 20 Räumen entgegen. Die Besuchenden können multimedial in verschiedene Bereiche des Lebens in Ost-Berlin eintauchen.

©Stiftung Stadtmuseum Berlin
Skateboard „Germina“, 1987, anlässlich der 750-Jahr-Feier ©Stiftung Stadtmuseum Berlin


Organisiert hat die Ausstellung Paul Spies, Direktor des Stadtmuseums Berlin, zu dem das Ephraim-Palais gehört, und Chef-­Kurator des Landes Berlin im Humboldt Forum. Dort wird Ost-Berlin in der ­geplanten Berliner Ausstellung eine wichtige ­Rolle spielen: „Berlin und die Welt“ soll unter anderem den internationalen Einfluss der friedlichen Revolution von 1989 thematisieren.

©Stadtmuseum Berlin/Siegfried Reinsch
Elektronik-Uhr „20 Jahre DDR“ 1969, VEB Technisch-Physikalische Werkstätten, Thalheim ©Stadtmuseum Berlin/Siegfried Reinsch

Im Ephraim-Palais liegt das ­Augenmerk ­allerdings auf den Eindrücken von Zeitzeugen: Privatpersonen, Sammlerinnen und Mitarbeiterinnen von ­Bezirksmuseen aus dem ehemaligen ­Osten und ­Westen stellen ein persönliches ­Objekt vor, das ein Stück Geschichte Ost-Berlins erzählt. Auch dabei: die Rakete eines Fahrgeschäfts aus dem ehemaligen Spreepark. Und selbstverständlich Werke von Künstlern und Künstlerinnen wie Helga Paris, Hans Ticha und Ulrich Wüst.

9.11.: Ephraim-Palais, Poststr. 16, Mitte, 7/5 €, bis 18 J. + 1. Mi/ Monat
Eintritt frei,