Kino

Glass

Er ist doch selber schuld an seinem Elend! Nach einem fulminanten Start mit „The Sixth Sense“ drehte der indischstämmige Wahl-Philadelphier M. Night ­Shyamalan nur noch ambitionierten Art-Horror („Das Mädchen aus dem Wasser“) oder mit ­„After Earth“ gleich Scientology-Schrott. Da war der letzte Film, „Split“ von 2017, eine angenehme Überraschung. ­Zumal ­Shyamalan den billig produzierten, aber effektvollen Thriller zum Mittelteil einer Trilogie kürte, die er vor 18 Jahren mit „Unbreak­able“ begonnen hatte.
Im Teil 3, „Glass“, begegnen wir nun allen Hauptfiguren wieder. Gemeinsam sitzen der stille Rächer David Dunn (Bruce Willis), der unter der Glasknochenkrankheit leidende diabolische Pläneschmied Mr. Glass (Samuel L. Jackson) und die ­multiple Persönlichkeits-Horde (James McAvoy) in der Klapsmühle von Dr. ­Staple (Sarah Paul­son). Schicksal und Vergangenheit dieser Vier hängen eng zusammen.

Glass
Foto: Universal Pictures

Nun wäre es schön gewesen, wenn ­jemand Shyamalan vertraut und ihm etwas Geld in die Hand gegeben hätte. Ist nicht passiert. Darum sieht „Glass“ wie ein No-Budget-Studentenfilm aus: Es gibt kaum Statisten, und Samuel Jackson ­hätte ein zweiter Kameratake in vielen Szenen gut getan. Dazu kommt eine extrem dämliche Deus-ex-machina-Wendung kurz vorm Ende. Shyamalan hätte aus seinen ­eigenen Superheldenversionen mehr zaubern können.

USA 2018, 128 Min., R: M. Night Shyamalan, D: James McAvoy, Bruce Willis, Samuel L. Jackson, Sarah Paulson, Start: 17.1.

Infos und Termine

https://www.zitty.de/event/kino/glass-2019/

[Fancy_Facebook_Comments]