Abenteuer

Gold

Wieder mal bestätigt sich: Reichtum macht nicht glücklich

ZITTY-Bewertung: 4/6

Ein Abenteuerfilm zwischen „Der Schatz der Sierra Madre“ und „The Wolf of Wall Street“ – ja, das geht. Zumindest die ­Ansätze von Stephen Gaghans ­irrwitziger Goldgräberplotte passen: Ende der 80er-Jahre läuft das Bergbauunternehmen, das Kenny Wells von seinem Vater geerbt hat, nicht mehr rund. ­Gemeinsam mit dem ebenso erfolglosen Geologen ­Michael Acosta setzt er in Indonesien ­alles auf eine Karte, und nach etlichen Strapazen und Rückschlägen stoßen die beiden tatsächlich auf – Gold.

Kenny und seine treue Dauerfreundin Kay können ihr Glück und das viele Geld kaum fassen. Doch schon haben die Haie an der Wall Street die Spur aufgenommen, und in Indonesien will Suhartos korrupter Regierungsclan ebenfalls ein Stück vom Kuchen abhaben.
Gaghan („Syriana“) und seine Drehbuchautoren porträtieren den so visionä­ren wie rücksichtslosen Wells als amerikani­schen Träumer und Selfmade Man, ­Matthew McConaughey spielt ihn mit viel Mut zur Hässlichkeit. Der Film bewegt sich in einem seltsamen Spannungsfeld zwischen Kumpelabenteuer, kritischer Ausbeuter-Parabel und grotesker Charak­terstudie. McConaugheys Wells ist sehens­wert, ­Bryce Dallas Howard als Kay leider sträflich unterbeschäftigt, ­dafür gibt viele Drinks und Zigaretten, eine ­Malaria-Erkrankung und eine überraschende Wendung.

USA 2016, 121 Min., R: Stephen Gaghan, D: Matthew McConaughey, Bryce Dallas Howard, Édgar Ramirez

Gold – Gier hat eine neue Farbe

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