Neues Restaurant

Good Banks

Was ist das?

Good Banks
Vertikal-Farm-to-Table: Im Good Banks geht der Salat die Wände hoch.
Foto: Good Bank

Ein Indoor-Farm-to-Table-Restaurant. Ein Indoor-Farm-to-was? Das Good Banks vereint zwei Trends der zeitgenössischen Kulinarik. Einerseits die Sehnsucht, unmittelbar mit den Produkten und ihren Produzenten verbunden zu sein, bestenfalls selbst zu säen, was später auf den Tellern kommt (Farm to Table). Und andererseits die urbane Utopie, Lebensmittel künftig in geschlossenen Räumen und geschlossenen Nährstoffkreisläufen anzubauen (Indoor Farming).

Was sieht das aus?

Direkt hinter der Theke wachsen vertikal hochgebaut in großen Schalen Salate. Genaugenommen sind es zwei Salatsorten, Eichblatt und Kopfsalat, sowie ein Grünkohl. Das bedeutet, dass auch hier, in dem als „europa­weit erstem Vertical-Farm-to-Table“ beworbenen Restaurant, die meisten Zutaten für die Bowles, Suppen, Säfte und Kuchen natürlich nicht vor Ort (und unter gewöhnungsbedürftigen Kunstlicht) wachsen.

Wie schmeckt das?

Ziemlich gut – egal ob mit dem wirklich guten eigenen Eichblatt oder den zugekauften anderen Sachen. Erwartbar in der zeitgeistigen Aromensprache zugegeben (auch das Good Bank ist ein typischer Mitte-Lunch-Laden), aber hochwertig umgesetzt. Der Salat „Mezze Meatball“, vegetarisch mit Auberginen-Frikadellen und gebratenem Halloumi, ist ein Ausbund an Geschmack mit hervorragend zusammenpassenden Komponenten. Der sehr dichte, aber gar nicht trockene „Raw Chocolate Cake“ ist eine ebensolche Freude. Der Name der Gerichte macht allerdings auch klar – der Laden ist in Mitte, be prepared to order in English (and bring some money). Wirklich günstiger wird der Lunch also nicht, auch wenn sich der Wirt die Transportwege spart.

Rosa-Luxemburg-Str. 5, Mitte, Mo-So 11.30-22 Uhr, www.good-bank.de

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